Ein wichtiger Zeuge muss noch gehört werden

Buttersäure-Anschlag bei Siegsdorf? Prozess verschoben

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Foto vom Feuerwehreinsatz bei Siegsdorf im Juni 2018. Zu sehen eine der Türen, die die Angeklagten mit Buttersäure bearbeitet haben sollen. 60 Feuerwehrler waren damals im Einsatz.
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Traunstein/Siegsdorf - Sie sollen die Haustüren und Kopfstütze seines Autos mit Buttersäure behandelt haben - "Es stank ohne Ende, wie nach Kotze", so der Geschädigte. Heute könnte ein Urteil gegen die beiden Angeklagten fallen.

Update 13.20 Uhr: Prozess verschoben

Der Prozess um ein Buttersäure-Attentat bei Siegsdorf muss verschoben werden. Einen neuen Verhandlungstermin am Amtsgericht Traunstein gibt es noch nicht. 

Unser Vorbericht vom Dienstagvormittag

Buttersäure auf Türen, Möbeln und dem Fahrersitz eines 180.000 Euro teuren Autos - wer steckt hinter dieser Tat vom 16. Juni 2018 bei Siegsdorf? Am heutigen Dienstag wird vor dem Traunsteiner Amtsgericht weiterverhandelt. Angeklagt sind die 43-jährige Ex-Partnerin des Geschädigten und ein 48-Jähriger, der mit beiden bekannt ist. Sie stammen aus Siegsdorf und Traunstein.

Buttersäure: "Es stank wie nach Kotze"

Der Geschädigte, Eigentümer des Gebäudes und des Autos, klagte am ersten Prozesstag Mitte November, er habe wegen des Gestanks eine knappe Woche unter Kopfschmerzen gelitten: "Es stank ohne Ende, wie nach Kotze." Er war mit der Angeklagten sowohl in einer Beziehung, als auch geschäftlich miteinander verbunden. Doch nachdem das Zusammenleben auseinander ging trennte man sich auch geschäftlich. 

Foto einer der Türen. Zu erkennen sind die Verätzungen rund ums Schlüsselloch.

Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt: seine Ex-Partnerin war es. Denn auf dem Handy der Siegsdorferin fand man Chatverläufe zwischen ihr und dem zweiten Angeklagten, in dem sie das Bild einer Buttersäure-Dose verschickte. Laut Staatsanwaltschaft wurde die Buttersäure bei Amazon bestellt. Wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung ist die 43-Jährige angeklagt, der Mann wegen Anstiftung dazu.

Die Angeklagten streiten alles ab

"Wir haben nur darüber gesprochen, was sich manche Paare gegenseitig so antun. Auch ich hatte nämlich gerade eine Trennung hinter mir", so der angeklagte Traunsteiner. Auch die Siegsdorferin streitet den Buttersäure-Anschlag ab: "Ich war das nicht. Zu dem Zeitpunkt am 16. Juni 2018 war ich schon nicht mehr in den Geschäftsräumen." 

Das Gericht lädt am Dienstag deshalb noch einen Zeugen. Kann er Belege liefern, dass die Angeklagte das Buttersäure-Päckchen nicht selbst bestellt bzw. gar nicht erhalten hat? Die Verhandlung wird um 13 Uhr fortgesetzt. Auch mit den Plädoyers und einem Urteil ist zu rechnen. chiemgau24.de berichtet im Anschluss.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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