Verhandlungen am Traunsteiner Amtsgericht

Gewalt am Bahnhof, Drogen im Villapark

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Traunstein - Zwei Fälle der dunkleren Seite Traunsteins beschäftigen jetzt das Amtsgericht: Es geht um Rauschgiftgeschäfte im Villapark und Körperverletzungen am Bahnhof.

In den Sommermonaten 2018 soll ein 25-jähriger Deutscher aus Traunstein im Villapark immer wieder Marihuana verkauft haben. Es geht um satte 102 Rauschgiftgeschäfte, die der Angeklagte getätigt haben soll - in mindestens zehn dieser Fälle soll der Abnehmer darüber hinaus ein 16-Jähriger gewesen sein. 

Wegen unerlaubtem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln und Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige ist der 25-Jährige vor dem Amtsgericht angeklagt. Der Prozess hätte am Montag stattfinden sollen, wurde aber verschoben. Ein neuer Verhandlungstermin steht laut Auskunft des Traunsteiner Amtsgerichts noch nicht fest.

Urteil wegen Gewalt am Bahnhof

Am Dienstag fiel dagegen ein anderes Urteil: Vor Gericht stand ein 25-jähriger US-Amerikaner, der wegen vorsätzlicher Körperverletzung in drei Fällen, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verurteilt wurde. Er muss für ein Jahr ins Gefängnis. Der 25-Jährige ist vorbestraft und wird nicht zum ersten Mal "einfahren".

Die Taten ereigneten sich vor dem Spielcasino am Traunsteiner Bahnhof. Im Dezember 2017 soll er einen Mann umgestoßen haben, so dass dieser mit dem Hinterkopf aufschlug und Bewusstlos wurde. Im April 2018 setzte es für einen Kontrahenten zwei Faustschläge ins Gesicht. Im August 2018 ignorierte der US-Amerikaner außerdem einen erteilten Platzverweis für die Asylbewerberunterkunft in der Seuffertstraße. Als ihn die Polizei daraufhin in Gewahrsam nehmen wollte, wehrte er sich heftig und riss sich los. Nur mit Pfefferspray konnte er zu Boden gebracht werden. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © xe

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