Keine Ampel: Chaos, aber "nur" vier Unfälle

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Blick von der Leonrodstraße auf eine der ampellosen Kreuzungen
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Traunstein - Jeweils eine Woche waren zwei zentrale Kreuzungen nun ohne Ampelschaltung, die Polizei musste teils den Verkehr regeln. Fazit: "Nur" vier Unfälle, dafür umso höherer Sachschaden.

Es spielten sich teils chaotische Szenen ab: Die Kreuzungen an der Herzog-Friedrich-Straße gehören, abgesehen vom Staugaranten Nummer Eins, der Wegscheid, wohl zu den meistbefahrenen in der Großen Kreisstadt. Für jeweils eine Woche waren die Ampeln nun abgeschaltet. Autofahrer und Fußgänger zeigten sich immer wieder überfordert: Quer über die Kreuzung wurde gestanden, Fußgänger wagten sich sprintend über die vier Spuren, längere Staus bildeten sich.

Wo Ludwig- und Wasserburger Straße auf die Herzog-Friedrich-Straße treffen laufen insgesamt acht Spuren aufeinander zu - rund 400 Meter weiter, wo die Herzog-Friedrich-Straße auf Leonrod- und Rosenheimer Straße trifft sind es zehn Spuren. Jeweils eine Woche galten nun ausschließlich Verkehrszeichen - vorausgesetzt, man behielt den Überblick.

Neueste Digitaltechnik für besseren Verkehrsfluss

Die Ampelanlagen wurden komplett ausgetauscht und erneuert. "Der Verkehr von der Ortseinfahrt über die Au sollte nun besser fließen, da alle Ampeln jetzt besser aufeinander abgestimmt sind", erklärt Verkehrspolizist Hans Mayer gegenüber chiemgau24.de. Er stand am Freitag noch selbst auf der Straße und regelte nach alter Manier den Verkehr zur morgendlichen Stoßzeit: "Natürlich ist's in so einer Situation schwierig für die Autofahrer da die Lücke zu treffen, auch wenn Verkehrszeichen angebracht sind."

Das Fazit: Während der zwei Wochen krachte es insgesamt "nur" vier Mal. Drei Mal an der kreuzenden Rosenheimer Straße, ein Mal an der kreuzenden Ludwigstraße. Ein Unfall mit einem Lkw vom 29. Oktober stach heraus, der einen Leichtverletzten und 22.500 Euro Sachschaden forderte.

Provisorische Ampeln als Alternative "wären schwierig geworden"

Gab es keine Alternative zu den vielen brenzligen Situationen ohne Ampelregelung? Mayer überlegt: "Provisorische Ampeln wie man sie von Baustellen kennt wären schwierig geworden... Sie kosten viel Geld und außerdem berücksichtigen sie das Verkehrsaufkommen nicht", so der Verkehrspolizist im Gespräch.

Kameras kontrollieren keine Rotsünder

Man darf gespannt sein, ob sich die Mühen (und Schäden) "gelohnt" haben und der Verkehr dank neuester Digitaltechnik nun besser fließt. Auch die Kameras über den Straßen wurden ausgetauscht, aber Hans Mayer versichert, dass sie nur die Verkehrsstärken misst und überprüft - "es wird weiterhin nicht gemessen, ob jemand bei Rot drüberfährt."

Das Kapitel kann nun aber geschlossen werden: Seit Freitagmittag, 11.30 Uhr, funktioniert auch an der Kreuzung Ludwig-, Herzog-Friedrich- und Wasserburger Straße wieder alles.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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