Sado-Maso-Prozess: Darum drehte sie durch

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Traunstein - Was hat eine Frau dazu gebracht, ihrem Mann bei SM-Spielen in die Augen zu stechen? Sie hatte zuvor seine Neigung zu Frauenkleidern entdeckt.

Am Landgericht Traunstein hatte sich am Montag eine 41-jährige Frau zu verantworten, die ihren Mann bei Sado-Maso-Spielen schwer verletzt hatte. Bereits am Montag haben wir über den Prozess berichtet, nun sind durch das Oberbayerische Volksblatt neue Details bekannt.

Wie bereits vorher bekannt hatte die Frau ihren Mann mit einem Messer verletzt und ihm mit einer Rouladennadel in die Augen gestochen. Zuvor hatte sie ihn gefesselt, die Augen verbunden und ihn geknebelt. Jetzt steht fest, dass ein vorheriger Konflikt zu dem Drama geführt hat.

Die Frau hatte auf einem USB-Stick unter anderem Bilder ihres Mannes gefunden, auf denen er Frauenkleider getragen hat. Mit den sexuellen Neigungen ihres Mannes wollte sie nichts zu tun haben und war anschließend sogar aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Am Tatabend wollte sie ihn schließlich auf die Probe stellen, da er ihr versprochen hatte, seine Neigungen nicht mehr ausleben zu wollen. Die Angeklagte sagte, sie hätte nach obszönen Äußerungen ihres Mannes am Ende "den Kopf verloren", zitiert sie das OVB. Die Situation eskalierte und sie begann ihren Mann zu verletzten. Anschließend rief sie selbst die Polizei.

Heute lebt das Paar wieder zusammen, auch wenn dem Mann durch die schweren Augenverletzungen der Verlust der Sehfähigkeit drohte.

Das Gericht verurteilte die Angeklagte zu einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten auf Bewährung.

Den vollständigen Bericht lesen Sie auf ovb-online.de oder in den OVB-Heimatzeitungen.

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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