Bewegliche Komplett-Ausstattung in Traunstein

"High-Tech-OP" im Klinikum

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Ein moderner "High-Tech-OP" wurde im Klinikum Traunstein in Betrieb genommen, der besonders für minimal-invasive Operationen ("Schlüsselloch-Chirurgie") geeignet ist.

Traunstein - Das Klinikum Traunstein hat technisch aufgerüstet. Dort ist ein Operationssaal nun besonders gut für die "Schlüsselloch-Chirurgie" ausgestattet.

Im Klinikum Traunstein wurde der erste "integrierte High-Tech-Operationssaal" (OP) im südostbayerischen Raum in Betrieb genommen. Seine Vorteile kommen ganz besonders bei sogenannten laparoskopischen Operationen ("Schlüsselloch-Chirurgie") zum Tragen.

Derzeit werden in der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie jährlich allein in Traunstein zirka 900 von 2300 Operationen in der "Schlüssellochtechnik" durchgeführt - von der einfachen Blinddarmentfernung bis hin zu Operationen an der Leber.

Die Kosten für den integrierten OP betrugen rund 160000 Euro. Die Dr. Johannes-Heidenhain-Stiftung in Traunreut hat das Projekt großzügig mit 150 000 Euro unterstützt.

Operateur muss sich nicht "verdrehen"

Ein wesentliches Merkmal des OPs ist, dass alle für den Operateur wichtigen und notwendigen Geräte und Monitore rund um den OP-Tisch frei beweglich an der Decke befestigt sind und in jede gewünschte Position gebracht werden können. Für den Operateur hat dies den Vorteil, dass er viel ergonomischer arbeiten kann, weil er sich nicht mehr wie früher bei minimal-invasiven Operationen zu einem fest installierten Monitor "verdrehen" muss.

Die Tatsache, dass die gesamte notwendige Technik zur Durchführung der Operationen an der Decke fest angebracht ist, hat mehrere Vorteile. So müssen zwischen den einzelnen OPs keine Geräte mehr hinein- und hinausgeschoben werden. Dies dient einer verbesserten Hygiene im OP und verkürzt die "Rüstzeiten" zwischen den einzelnen Eingriffen.

Der OP ist mit dem Krankenhausinformationssystem (KIS) des Klinikums komplett vernetzt - darum auch die Bezeichnung "integrierter OP". Durch eine Bild- und Videoaufzeichnung erfolgt die Datensicherung und Dokumentation der Eingriffe für die elektronische Krankenakte des Patienten. Dies wiederum dient ganz erheblich der Transparenz bei den durchgeführten Operationen.

In umgekehrter Richtung kann sich der Operateur während der OP bereits vorhandene Bilder aus dem PACS ("Picture Archiving and Communication System"), ein Bildarchivierungs- und Kommunikationssystem des Klinikums auf der Basis digitaler Rechner und Netzwerke, auf den OP-Monitor holen.

Auch die Anästhesisten werden über einen separaten Monitor jederzeit über den Stand der OP informiert. Ferner können andere Ärzte bei Bedarf via Monitor in das OP-Geschehen über Datenleitung ("Telemedizin") eingeklinkt werden.

Die Bilder können aber auch direkt oder als Aufzeichnung für wissenschaftliche Studien und Vorträge oder für die Ausbildung von Ärzten verwendet werden. Das Bildmaterial kann zeitgleich überall hin übertragen werden, zum Beispiel als Live-OP in den Seminarraum.

bjr/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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