Traunstein: Hochwasser ohne Chance

Traunstein - Im Süden der Stadt wird das Traunsteiner Wehr abgerissen und durch einen neuen Schutzwall ersetzt. Die Bauarbeiten dauern bis 2012 und kosten etwa fünf Millionen Euro.  

An das große Traun-Hochwasser 2002 erinnert sich Heinrich Vogel noch sehr gut: "Das Wasser stand dort ziemlich hoch." Der Gebietsleiter des Tiefbau-Stadtentwässerung Traunstein zeigt auf die Mauer am Ufer der Traun. Seit 2002 haben die Stadt und der Freistaat rund sechs Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert. Jetzt soll eine der letzten verbliebenen Schwachstellen im Hochwasserschutz geschlossen werden.

Bis 2011 werden an der Traun mehr als fünfzig neue Bauwerke wie Dämme, Brücken und Staumauern errichtet. "Das große Projekt ist mit Sicherheit der Abriss des Wehrs. An dieser Stelle entsteht ein moderner Schutzwall, außerdem wird das Flussbett um bis zu 1,5 Meter tiefer gelegt", sagt Vogel. Laut aktuellem Finanzplan muss Traunstein für die ausstehenden Arbeiten noch rund 2 Millionen Euro veranschlagen, verteilt auf die Jahre 2009 bis 2011.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke: „Wir sind uns vollkommen einig, dass die Stadt Traunstein die Maßnahme will, dass die Stadt Traunstein die Maßnahme so schnell wie möglich will und dass die Stadt Traunstein ihren Anteil zur Finanzierung zeitgerecht leisten wird.“

Die Entscheidung des Stadtrates sei ein deutliches Zeichen an den Freistaat, auch in finanziell schwierigen Zeiten die vom Wasserwirtschaftsamt benötigten Gelder zum Schutz der Bürger ohne Verzögerung bereit zu stellen. (sf)

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Quelle: chiemgau24.de

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