Grundsteinlegung für Waldorfkindergarten

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Das war natürlich auch für die anwesenden Kinder besonders spannend: Die Grundsteinlegung für den neuen Waldorfkindergarten in Traunstein auf dem ehemaligen Gebäude der Jugendherberge in der das Gefäß vom Leiter der Waldorfschule Prien, Klaus Pasedag, unter Mithilfe eines Maurers eingemörtelt wurde.

Traunstein - Der Bau des Waldorfkindergartens in Traunstein auf dem Gelände der ehemaligen Jugendherberge schreitet planmäßig voran - nun wurde der Grundstein gelegt.

Am Donnerstagnachmittag war Grundsteinlegung für das Gebäude, das nach der geplanten Fertigstellung im Februar 2011 Platz für zwölf Kinder im Alter von bis zu drei Jahren in der Kinderkrippe und für 25 Kinder im Kindergarten bieten soll. Rund 100 Gäste, darunter mehrere Bürgermeister und Stadt- und Gemeinderäte aus der beteiligten Stadt Traunstein und den umliegenden Gemeinden sowie aus der Stadtverwaltung und dem Umfeld des Waldorfkindergartenvereins waren zu dem Festakt gekommen. Sandy Uzicanin, Vorstandsvorsitzende des Vereins bedankte sich bei den Vertretern der Stadt Traunstein und den Gemeinden Bergen, Grabenstätt, Ruhpolding, Siegsdorf, Übersee und Vachendorf: „Das ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt“.

Das Grundstück der ehemaligen Jugendherberge sei ein „Glücksgriff“ für den Verein. Da das Gebäude nicht mehr sanierungsfähig gewesen sei, habe man sich kurzerhand für einen Neubau entschieden, mit dem Ende August begonnen worden sei. Im Dezember soll das Gebäude stehen, das anschließend weitgehend von den Vereinsmitgliedern ausgebaut werden soll. Der Umzug ist für den Februar 2011 geplant.

Der Bau auf dem ehemaligen Grundstück der Jugendherberge soll bereits zum Jahresende stehen. Für den Februar kommenden Jahres ist der Umzug aus den bestehenden Räumlichkeiten in den neuen Bau geplant.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke nannte es eine erfreuliche Maßnahme für die Stadt: „Wir wollen Betreuungseinheiten im Bereich der Kinder optimieren.“ Er bedankte sich für die kooperative Zusammenarbeit mit den beteiligten Gemeinden. Man sei sich bereits nach der ersten Besprechung einig gewesen, das Projekt habe von allen Seiten Zustimmung bekommen, die Regierung von Oberbayern habe eine optimale Förderung ermöglicht. Er bezifferte die Gesamtkosten auf 600.000 Euro, die von der Stadt, den Gemeinden und der Regierung von Oberbayern mit rund 530.000 Euro getragen würden. Der Verein gehe trotzdem mit dem Rest ein finanzielles Risiko ein. „Aber das ist gut investiertes Geld für sie, die Stadt und die Gemeinden“ so das Stadtoberhaupt.

Peter Lang aus Breitbrunn, sprach in seiner Eigenschaft als Vorstand der Waldorf-Kindertageseinrichtungen Baden-Württemberg zu den Gästen: Man wolle die Zukunft gemeinsam gestalten. „Solche Werke wie hier können nur entstehen, wenn eine gute Idee, die richtige Pädagogik und Menschen zusammenstehen.“ Mit 550 Kindergärten in Deutschland und 1600 weltweit sei die Waldorf-Pädagogik keine „Nischenpädagogik“ mehr. In Anlehnung an einen Satz des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela bei der Eröffnung eines Waldorfkindergartens in einem Township in Johannesburg sagte er: „Eine Gesellschaft offenbart sich da, wo sie zeigt wie sie mit ihren Kindern umgeht.“

Der Leiter der Grundstufe der Waldorfschule in Prien, Klaus Pasedag, gab einige Beispiele weiter, die Teil der Waldorf-Pädagogik sind. Kinder müssten Zeit bekommen, alle Sinne auszubilden. Hier gäbe es oft Defizite. Er hielt eine Rückschau auf die Gründung des 1. Waldorfkindergartens im Chiemgau, der in Erlstätt einige Zeit nach der Begründung der Schule eröffnet wurde. Man habe jetzt 28 Jahre in einem Provisorium gelebt. Dies würde sich jetzt mit dem Neubau ändern.

Anschließend wurde in einer kurzen Zeremonie die Grundsteinlegung vorgenommen, die gerade auch für die anwesenden Kinder etwas ganz besonderes war.

awi

Quelle: chiemgau24.de

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