Gewitterfront: Feuerwehr im Dauereinsatz

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Bedrohlich dunkel war der Himmel gegen 19.25 Uhr über Tettenhausen. Danke an unseren Leser Fritz Schittenhelm für dieses Bild!

Traunstein - Die Gewitterfront am Sonntagabend beschäftigte viele Feuerwehren des Landkreises Traunstein. Rund um den Chiemsee waren sie im Einsatz.

Die Gewitterfront mit Starkregen, heftigen Böen und Sturm, die am Sonntagabend von Südwesten über den Landkreis Traunstein hinweg zog, führte zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehren. Zwischen 19.20 Uhr und 21.30 Uhr waren rund 40 Einsätze zu verzeichnen. Mehr als 100 Floriansjünger waren im Einsatz um Keller auszupumpen, überflutete oder von ausgeschwemmtem Kies verschmutzte Straßen wieder befahrbar zu machen und umgestürzte Bäume zu beseitigen.

Gegen 19.25 Uhr, kurz nachdem die Gewitterfront mit einer bedrohlichen Wolkenwalze vom Chiemsee kommend das Ostufer passiert hatte und weiter in Richtung Nordosten zog, gab es den ersten Alarm für die Feuerwehr Chieming. In Laimgrub hatte der Sturm Teile des Daches eines Wohn- und Betriebsgebäude aufgerissen. Zeitgleich gingen bei der Integrierten Leitstelle mehrere Notrufe über entwurzelte und umgestürzte Bäume ein, die die Staatstraße zwischen Egerer und Seebruck sowie die Kreisstraße zwischen Sondermoning und Hart zeitweise unpassierbar machten. Die Floriansjünger rückten mit Motorsägen an, um die Bäume zu zerschneiden und von den Straßen zu räumen. Teilweise lag Laub mehrere Zentimeter hoch auf den Straßen, so dass die Feuerwehren mit Schaufeln und Besen anrücken mussten.

Auf der Kreisstraße zwischen Sondermoning und Hart war die Straße so stark verschmutzt, dass eine Kehrmaschine angefordert wurde. Bei Ising hing ein Baum in einer Telefonleitung. Die örtliche Feuerwehr beseitigte den Baum. Die Feuerwehren hatten auch einige Einsätze zur Beseitigung von Wasserschäden durch überschwemmte Straßen, verstopfte Gully und vollgelaufene Keller zu erledigen.

Zur Unwetterwarnung vom Sonntagabend

Mit der Behebung der Gewitter- und Unwetterschäden besonders beschäftigt waren die Feuerwehren in der Landkreismitte von Chieming, Nußdorf, Hart, Ising über Truchtlaching, Seebruck und Matzing bis Traunreut, Palling, Otting und Waging. Auch die Feuerwehr Traunstein wurde mit dem Einsatzstichwort „Baum über Fahrbahn“ nach Thannreit gerufen. Dort war ein Baum auf die Bundesstraße 304 gefallen. Mehrmals allerdings mussten die Feuerwehrler bei Eintreffen an den Einsatzorten feststellen, dass von den Notrufern aus einer Mücke ein Elefant gemacht wurde. Dort wo ein umgestürzter Baum gemeldet wurde, fanden die Floriansjünger lediglich kleinere Äste und Zweige, die auf der Fahrbahn lagen und keine besondere Gefahr darstellten. So erging es unter anderem der Feuerwehr Surberg, die entlang der Bundesstraße lange nach einem umgestürzten Baum suchte und letztlich nur „Ästchen“ neben der Fahrbahn fand.

Gegen 21 Uhr waren fast alle Notrufe abgearbeitet und die Feuerwehren konnten wieder zu den Gerätehäusern zurückkehren.

Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein und Kreisbrandinspektion Landkreis Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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