Auf Pfarrer "versehentlich draufgetreten"

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Traunstein - Im Prozess um Überfälle auf zwei Pfarrer haben die Angeklagten Geständnisse abgelegt. Dass sie brutal vorgegangen seien, stritten sie ab.

Die Geständnisse waren im Vorfeld angekündigt und kamen auch. Nur nicht so, wie erwartet. Die zwei Angeklagten aus Eggenfelden, müssen sich vor dem Landgericht Traunstein wegen der Überfälle auf zwei Pfarrer und eine Haushälterin in Tuntenhausen beziehungsweise Böbing im Sommer 2012 verantworten. Am Donnerstag haben sie die Tat im Wesentlichen eingeräumt. Dass sie dabei ernsthaft Gewalt angewendet haben, stritten sie jedoch ab.

Im ersten Prozess hatten die Angeklagten noch geschwiegen. Nur wird der Fall ein zweites Mal verhandelt, weil im ersten Prozess im Frühjahr 2012 ein Schöffe durch Krankheit ausgefallen ist. Es kam daher nicht bis zum Urteil.

Angeklagte streiten Brutalität ab

Sie hätten die Taten begangen, weil sie ihren Drogenkonsum finanzieren mussten, sagten die Angeklagten vor Gericht. Sie haben niemandem etwas tun wollen und auch die mitgeführte Pistole sei nicht geladen gewesen. Das berichtet das Oberbayerische Volksblatt über die Aussagen der zwei Männer. Sie hätten ihre Opfer auch nicht geschlagen oder getreten. Sie gaben auch Erklärungen dafür an, woher die Verletzungen der Opfer stammten. Unter anderem hieß es, sie seien vermutlich gestolpert, oder man sei ihnen, so zitiert das OVB, "im Dunkeln versehentlich draufgetreten".

Den Pfarrer von Tuntenhausen hatten die Täter nach dem Raub gefesselt zurückgelassen. Auch der Prälat aus Böbingen führte bereits aus, dass die Täter gegen ihn und seine Haushälterin sehr brutal vorgegangen waren. Ein Gutachter hatte im ersten Prozess ausgesagt, das Vorgehen beim Überfall sei lebensgefährdend gewesen.

Aus dem Archiv: Auftakt zum ersten Prozess

Quelle: chiemgau24.de

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