Traunsteiner Malteser sind Diözesanmeister

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Allen Grund zum Jubeln hatte die Sanitätsgruppe der Malteser Traunstein. Sie siegten beim Diözesanwettbewerb. Das qualifiziert das Traunsteiner Team für den Malteser Bundeswettbewerb, der im nächsten Jahr in Aachen stattfinden wird. Die Kreisgliederung Traunstein wird dabei als Vertreter der Erzdiözese München-Freising antreten. Dem siegreichen Team gehören an (von links): Birgit Wolkersdorfer, Christine Vordermayer, Katharina Mörtl, Roland Mooslechner, Karlheinz „Charly“ Blaschko (Gruppenführer), Sebastian Sedlmeier, Maximilian Geppert, Florian Steiskall und Michael Wiedemann.

Traunstein - Beim Diözesanwettbewerb der Sanitätseinheiten der Malteser konnten die Traunsteiner über zwei erste Plätze jubeln. So wurden die Traunsteiner bewertet:

Sowohl das Erwachsenen-Team als auch die Jugendgruppe hatten am Ende des sechsstündigen Wettbewerbs die meisten Punkte und wurden zum Diözesanmeister gekürt. Das Helferteam siegte vor den Gruppen aus Fürstenfeldbruck und Erding und die Malteser-Jugend Traunstein verwies die Teams aus Rosenheim und München-Land (Taufkirchen) auf den zweiten und dritten Platz. Beinahe wäre den Traunsteinern ein Dreifach-Sieg gelungen, denn auch die Schulsanitäter zeigten hervorragende Leistungen. Sie errangen den 2. Platz, hinter den Schulsanis aus Gräfelfing und vor der Gruppe aus Bad Tölz / Wolfratshausen.

13 Gruppen mit über 120 Teilnehmern wetteiferten auf dem Gelände der Staatlichen Berufsschule 2 an der Wasserburger Straße um Punkte und Sieg. An spektakulär nachgestellten Unfallstationen mussten die Sanitätseinheiten ihr Können in der Erstversorgung von Verletzten und Erkrankten unter Beweis stellen. Dabei ging es um Fachkenntnisse des Sanitätsdienstes und Katastrophenschutzes, um praktische Fähigkeiten sowie um die Zusammenarbeit im Team bei der Versorgung mehrerer Verletzten. Gefragt waren auch Geschicklichkeit und schnelles Kombinieren um knifflige und lustige Aufgaben lösen zu können.

Das Team der Malteser-Jugend Rosenheim belegte beim Jugendwettbewerb den 2. Platz hinter dem siegreichen Team aus Traunstein. Im Bild das Rosenheimer Jugendteam mit dem Malteser-Kreisbeauftragten Hans Kerschbaumer (links).

Die realistisch nachgestellten Unfallszenen waren anspruchsvoll. Eine Frau war beim Fensterputzen von einer Leiter gefallen und hatte sich einen Nasenbeinbruch und eine Fraktur am Arm zugezogen. Die Helfer beruhigten die Frau und versorgten die Verletzungen. Ein ähnliches Bild ein paar Meter weiter. Ein Rollerfahrer war gestürzt und liegt bewusstlos am Boden. Die Sanis mussten dem Schwerverletzten den Helm abnehmen und in die stabile Seitenlage bringen. Auf der nächsten „Notfallstation“ verbrühte sich ein Mann bei der Reparatur seines Autos an den Händen und im Gesicht, als er den Kühlerdeckel öffnete und ihm heißes Wasser entgegensprühte. Zeigen mussten die Malteser-Sanitäter auch, wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung mit einem Defibrillator durchzuführen ist.

Eine besondere Herausforderung wartete auf die Wettbewerbsteilnehmer bei einer handfesten Schlägerei mit mehreren Personen. An dieser Station waren nicht nur Wundauflagen und Pflaster zur Versorgung der Verletzungen gefragt, sondern auch schnelles Handeln um zwischen den Streithähnen deeskalierend zu wirken. Perfekt in Szene gesetzt wurden die Notfallsituationen von der Gruppe für Realistische Unfalldarstellung der Malteser aus Traunstein. Die Wettbewerbsteilnehmer mussten aber auch zeigen, wie Verletzten auf einer Trage schonend durch einen Hindernisparcours getragen werden, wie das Sanitätsmaterial im Fahrzeug sicher verstaut und befestigt wird und mit einem Rettungswagen durch eine enge Gasse fahren, selbstverständlich ohne anzuecken. Lustiger ging es bei den Gemeinschaftsspielen zu, bei denen die Teilnehmer aus Buchstaben, die ihnen an Brust und Rücken geheftet wurden auf Wörter bilden mussten. Und aus vielen einzelnen Buchstaben war möglichst schnell ein Leitspruch der Malteser zusammenzusetzen.

An dem Wettbewerb, der alle zwei Jahre stattfindet, nahmen Sanitätsteams aus Bad Tölz, Erding, Fürstenfeldbruck, Gröbenzell, München, Mühldorf, Rosenheim, Taufkirchen und Traunstein teil. Im Anschluss an dem Wettbewerb fand ein festlicher Gottesdienst in der Pfarrkirche Heilig Kreuz statt, zelebriert von Diözesanseelsorger Domkapitular Prälat Josef Obermaier, Pfarrer Mathias Häusl aus Chieming, Seelsorger der Kreisgliederung Traunstein und Willi Kuper, Seelsorger der Malteser Jugend in der Erzdiözese München und Freising. Beim anschließenden Helferfest in der Aula der Berufsschule wurden alle Sieger mit Medaillen, Urkunden und Pokalen geehrt, überreicht von Diözesanleiter Carl Joseph Graf Wolff Metternich und Diözesanoberin Christiane Gräfin von Ballestrem sowie Christoph Friedrich, dem Diözesangeschäftsführer wurden. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Jugendblaskapelle Siegsdorf.

Volk

Quelle: chiemgau24.de

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