BRK-Rettungshund Filou vergiftet!

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Staffelleiter Martin Grassler mit seinen Rettungshunden Filou (mitte) und Mona (rechts).

Traunstein/Chieming - Schwerer Schlag für die Rettungshundestaffel: Der Rettungshund Filou wurde vergiftet! Er schluckte einen Giftköder. Die Polizei berichtet von ähnlichen Vorfällen:

Entsetzen bei der Rettungshundestaffel des Traunsteiner Roten Kreuzes: Am gestrigen Mittwoch schluckte „Filou“, der Hund des Staffelleiters Martin Grassler, zwischen Egerer und der Turnhalle Chieming einen Giftköder, der in einem kleinen Schilffeld ausgelegt war. Trotz der sofortigen Einlieferung in eine Spezialabteilung der Münchner Uni-Klinik kämpft Filou noch immer um sein Leben – sein Zustand wird als kritisch bezeichnet. Für die Rettungshundestaffel Traunstein ist das ein schwerer Schlag.

Der Entlebucher Sennenhund Filou hatte erst im vergangenen Jahr mit Bravour seine erste Flächensuchprüfung bestanden und ist einer von derzeit insgesamt sechs einsatzfähigen Hunden der Traunsteiner Staffel. Die Rettungshundeausbildung dauert circa zwei bis drei Jahre bis zur ersten Prüfung. Diese muss dann alle 18 Monate neu abgelegt werden – nur dann dürfen die Hunde auch im Ernstfall eingesetzt werden.

Daher ist der Ausfall von Filou für die BRK-Staffel eine echte Katastrophe. „Selbst wenn er den Giftanschlag überleben sollte, können schwere neurologische Schäden zurückbleiben, die einen weiteren Einsatz als Rettungshund unmöglich machen.“, so ein Sprecher der Staffel. Hundebesitzer im Raum Chieming werden um besondere Vorsicht gebeten – es ist leider davon auszugehen, dass in diesem Bereich aktuell noch weitere Giftköder ausgelegt sind. Die Rettungshundestaffel Traunstein bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche nach dem Täter.

Wie die Polizei berichtet, konnte der Hund nur durch eine Notoperation gerettet werden. Nach Auskunft der Gemeinde Chieming sind in den letzten beiden Tagen bereits mehrere Vorfälle dieser Art gemeldet worden. Es wird darauf hingewiesen, die Hunde speziell in diesem Bereich an der Leine zu führen und besonders darauf zu achten, dass diese nichts aufnehmen und fressen.

Sollten Passanten oder Hundebesitzer Hinweise machen können, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0861 / 9873-205 an die Polizei zu wenden.

Pressemitteilung BRK Traunstein/ Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: chiemgau24.de

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