Knapp 3.000 Liter Blut gespendet

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Sie gehören zu den eifrigsten Blutspendern, die vom BRK-Kreisverband geehrt wurden: Anneliese Baumgartner für 100 Blutspenden (Mitte) sowie Hans Kaiser (links) und Alois Wimmer (rechts), die bereits 125 Konserven mit ihrer kostbaren Körperflüssigkeit gefüllt haben. Die nächsten Blutspendetermine sind am 14. und 17. Dezember in Traunreut.

Traunstein - Der Kreisverband des BRK ehrt die treuen Spender von insgesammt 3.000 Liter Blut. Bis zum Ende des Jahres werden es ungefähr 11.500 Blutkonserven sein.

Fast 3.000 Liter stammen von besonders treuen Blutspendern, die jetzt vom Traunsteiner Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) geehrt wurden. Bis zum Ende des Jahres werden an die 11.500 Blutkonserven aus dem Landkreis mit einem Kühlwagen in ein Münchener Labor transportiert worden sein, wo sie weiterverarbeitet werden – was eine Steigerung von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Besonders erfreulich ist heuer die Zahl der Erstspender von knapp 700, denn mit ihnen kann auch in Zukunft der Traunsteiner Landkreis ein sicherer Lieferant für die oft lebensrettenden Blutkonserven sein.

Wie viel sind knapp 3000 Liter Blut? Wie viele randvolle Standard-Badewannen sind das? Diese Fragen stellte Werner Linhardt, Kreisvorsitzender des Traunsteiner Rotkreuz-Kreisverbandes, den geladenen Blutspendern. „14 Stück“, rechnete er vor, „das ist Ihr Blut, das sie in dem Bewusstsein gespendet haben, anderen zu helfen.“ Mit immer komplizierteren Operationen sowie vielen Krankheiten und Unfällen wird immer mehr Blut benötigt, so Linhardt. „Deshalb werden wir nie genügend Blut haben und daher sind wir für jeden dankbar, der sich die Zeit nimmt und sich anzapfen lässt.“ Da eine Auswertung gezeigt habe, dass die Erstspender vor allem durch Mundpropaganda zum ersten Mal zur Blutspende gekommen sind, dankte er den langjährigen Blutspendern auch für ihre Werbung.

95 treue Spender

Unter den Geehrten waren 64 Spender, die 50 Mal ihre kostbare Körperflüssigkeit zur Verfügung gestellt und 24, die bereits die Marke von 75 Konservenerreicht hatten. Stolze 100 Blutkonserven erreichten vier Männer und Anneliese Berghammer aus Tinning bei Trostberg. „Da Frauen nur vier Mal pro Jahr spenden dürfen, ist dies eine besondere Leistung“, so Linhardt. Die 63-Jährige ließ sich mit 20 Jahren zum ersten Mal aus Neugierde in der Trostberger Grundschule stechen. Erst als ihre beiden Kinder schon größer waren, wurde das Blutspenden für Anneliese Berghammer ein regelmäßiger Termin. Wie wertvoll eine Blutkonserve sein kann, weiß sie von ihrer Mutter, die bei verschiedenen Operationen immer wieder Bluttransfusionen benötigte.

Stolze 125 Blutspenden haben Hans Kaiser aus Palling und Alois Wimmer aus Erlstätt hinter sich. Während Hans Kaiser als 20jähriger Bundeswehrler den Sonderurlaub und das Brotzeitpackerl bei seiner ersten Spende schätzte, waren es bei Alois Wimmer die Arbeitskollegen, die den 17jährigen zur Blutspende mitnahmen. „Wenn's geht, geh ich immer“, erklärt er. „Einmal war nach dem Fußballtraining der Puls zu schnell und einmal hat mich der Has' vorher gebissen – da haben sie mich wieder heim geschickt.“

Ein Rotkreuzler bis zum Blut

Hans Kaiser, BRK-Bereitschaftsleiter in Palling, kümmert sich in seiner Gemeinde auch um die Plakate, die vor jedem Blutspendetermin aufgehängt werden. Er sei, so Werner Linhardt, „ein Rotkreuzler durch und durch – bis zum Blut.“ Beide Männer betonen, dass sie sich nach dem Aderlass fitter und frischer fühlen. Während die Ehrennadel für Hans Kaiser in eine Schachtel wandert, wird sie Alois Wimmer ans Sakko stecken und die Urkunde im Haus aufhängen. Gedanken über seine gespendete Blutmenge hat sich der Erlstätter auch gemacht: „a ganz schöne Lack'n!“

Pressemitteilung BRK Kreisverband Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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