"Betreutes Wohnen zu Hause" - Helfer gesucht

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Claudia Weber ist künftig beim BRK-Kreisverband für einen neuen sozialen Dienst zuständig: Mit dem Projekt „Betreutes Wohnen zu Hause“ will das Rote Kreuz im Landkreis eine Lücke schließen und es vor allem älteren Menschen mit verschiedenen Hilfeleistungen ermöglichen, in den eigenen vier Wänden bleiben zu können.

Traunstein - Das Bayerische Rote Kreuz bietet in Kürze ein neues Projekt an: "Betreutes Wohnen zu Hause". Um die bestmögliche Unterstützung zu bieten, werden Helfer gesucht:

Der unerwartete Tod des Partners, eine schwere Krankheit oder immer größer werdende Beschwerden des Alters können das Leben sehr schwierig gestalten. Bei solchen Problemen will jetzt der neue soziale Dienst des Traunsteiner Kreisverbandes des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) helfen. Mit dem Projekt „Betreutes Wohnen zu Hause“ startet demnächst ein Netzwerk von vielen Hilfeleistungen, die sich ganz nach den Wünschen des Betroffenen richten.

Für Martha Moeller, die seit vielen Jahren am Stadtrand von Traunreut lebt, hat sich seit November das Leben völlig verändert. Durch den plötzlichen Tod ihres Mannes ist die gehbehinderte Frau ganz auf sich alleine gestellt. Keine Autofahrten mehr in die Apotheke und zum Einkaufen, mühsames Treppensteigen und der Haushalt machen ihr viel Kopfzerbrechen. „Mein Mann und ich haben bisher alles gemeinsam gemacht. Wir haben uns ideal ergänzt.“ Martha Moeller sucht verzweifelt nach einer Lösung, denn der Umzug in ein Heim kommt für sie noch nicht in Frage.

„Genau hier versuchen wir zu helfen“, erklärt Claudia Weber, die Koordinatorin des Projekts „Betreutes Wohnen zu Hause“ im Rotkreuz-Kreisverband. „Wir würden uns als ersten Schritt gemeinsam mit Frau Moeller ein Bild ihrer Lebenssituation machen, um dann alle von ihr benötigten Hilfeleistungen zusammenzustellen. Anschließend planen wir, wie unter anderem der ehrenamtliche Besuchsdienst des Roten Kreuzes, Helferkreise, Vereine, Nachbarschaftshilfe sowie Fachstellen aus dem regionalen Netzwerk helfen können.“ Ambulante Pflege wird nicht vom BRK angeboten, wohl aber im situativen Einzelfall vermittelt.

Versorgungsvertrag gibt Sicherheit

Dann überlegt die Koordinatorin zusammen mit ihrem Team welche Hilfeleistungen künftig der Besuchsdienst des Roten Kreuzes übernehmen könnte. Dazu zählen die Begleitung zum Arzt, kleine Einkäufe, Erledigungen, oder einfach ein Plauderstündchen. Zu den vertraglich festgelegten Grundleistungen, zu denen mindestens alle zwei Wochen ein Hausbesuch oder eine Kontaktaufnahme zählt, bezahlt der Betroffene eine Pauschale von 25 Euro im Monat. Wahlleistungen wie Essen auf Rädern, Hausnotruf oder Hilfen für Haus und Garten werden gesondert berechnet.

„Mit dem Projekt „Betreutes Wohnen zu Hause“ wollen wir eine soziale Lücke im Landkreis schließen“, so BRK-Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer. Unterstützung findet das Rote Kreuz für seinen neuen sozialen Dienst sowohl beim Landkreis als vom Freistaat Bayern. Claudia Weber ist bereits dabei, ein Netzwerk aufzubauen, um „Betreutes Wohnen zu Hause“ überall im Landkreis zu ermöglichen. „Dabei wollen wir unter anderem auch eng mit den Gemeinden zusammenarbeiten, die teilweise bereits auf diesem Sektor tätig sind.“ Damit das Projekt „Betreutes Wohnen zu Hause“ ein Erfolg wird sucht der Rotkreuz-Kreisverband nach Interessenten, die nach entsprechender Einführung und Schulung Freude an dieser ehrenamtlichen Aufgabe haben. Informationen gibt es beim BRK in Traunstein unter der Telefonnummer: 0861-989730.

Pressemitteilung BRK Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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