SPD-Kandidaten aufgestellt

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Mit dem Landtagskandidaten Dirk Reichenau (rechts) und dem Bezirkstagskandidaten Hans-Michael Weisky (Zweiter von links) geht der SPD-Kreisverband Traunstein ins Wahljahr 2013. Auch die Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler und der stellvertretende Landrat Josef Konhäuser gratulierten.

Traunstein - Der SPD-Kreisverband Traunstein hat seine Stimmkreiskandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahl bestimmt.

Im Rahmen seiner Nominierungsversammlung bestimmte der SPD- Kreisverband Traunstein am Freitag im „Bräustüberl“ des Hofbräuhauses seine Stimmkreiskandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahl, die voraussichtlich am 15. September stattfinden werden. Hans-Michael Weisky, Vorstandsmitglied im Kreisverband, soll nach dem Willen der 45 anwesenden Delegierten für den Bezirkstag kandidieren. Kreisvorsitzender Dirk Reichenau wurde zum Landtagskandidaten gewählt.

Landtagskandidat Dirk Reichenau aus Tittmoning und Bezirkstagskandidat Hans-Michael Weisky aus Trostberg waren ohne Gegenkandidaten angetreten. Von 44 gültigen Stimmen erhielt Reichenau 39 Ja-Stimmen, drei Enthaltungen und zwei Nein- Stimmen. Weisky durfte sich über 43 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen freuen. Geleitet wurde die Versammlung von der SPD-Fraktionssprecherin im Kreistag Waltraud Wiesholler- Niederlöhner, die auch dritte Bürgermeisterin Traunsteins ist. Die Wahlleitung oblag der SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Bärbel Kofler, die die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land seit 2004 im Bundestag vertritt. Sie war bereits am 5. Oktober in Waging einstimmig zur Kandidatin für die Bundestagswahl im Herbst 2013 gekürt worden.

Der 54-jährige Bezirkstagskandidat Hans-Michael Weisky ist stellvertretender technischer Leiter eines mittelständischen Ingenieurbüros in Burghausen, SPD-Ortsvorsitzender in Trostberg, verheiratet und Vater von vier Kindern. Seit 37 Jahren ist er beim Bayerischen Roten Kreuz aktiv und hat dort von der Orts- bis zur Bundesebene viele Stationen mit Leitungsaufgaben durchlaufen. Aktuell ist er unter anderem stellvertretender Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes Traunstein und Vorsitzender der Kreis-Wasserwacht Traunstein. „Die Arbeit mit jungen, behinderten, kranken, alten und engagierten Menschen ist mir besonders wichtig“, erzählte Weisky. Dies gehöre zu seinem Leben und habe ihn geprägt. Leider führten die Bezirke, was ihren Bekanntheitsgrad anbelange, ein Schattendasein, bedauerte es Weisky und verwies auf wichtige Aufgaben in den Bereichen Soziale Hilfen, Gesundheit, Bildung und Ausbildung, Kultur, Heimatpflege sowie Umwelt und Naturschutz. „Ich möchte mich für meine Mitmenschen einbringen und das sozialdemokratische Denken und Handeln im Bezirkstag verstärken“, so Weisky. Die Sozialpolitik bezeichnete er „als wichtigste Sache meiner Arbeit“. Hier komme es oft darauf an, rasch zu handeln und unbürokratisch zu helfen.

„Bayerischer Sozialdemokrat wird man nicht aus Karrieregründen, Sozialdemokrat ist man aus Überzeugung“, betonte Dirk Reichenau zu Beginn seiner Rede. Es habe durchaus Gründe gegeben, nicht für den 17. Bayerischen Landtag zu kandidieren, beispielsweise die Familie, die Konzentration auf den Beruf als kommunaler Verwaltungsbeamter der Stadt Laufen, Vereine, das Berggehen oder den Garten. Alleine seine Tätigkeit als Altstadtreferent der Stadt Tittmoning könne „ein Leben füllen“, so der 50-jährige Reichenau, dessen Vater einst den SPD-Ortsverband Traunstein angeführt hatte. Dem gegenüber stehe aber die Verantwortung eines SPD-Vorsitzenden und die Pflicht gegenüber der Partei. Seit seinem 18. Lebensjahr ist Reichenau SPD-Mitglied, seit 2003 Kreisvorsitzender, seit 2005 Stadtrat in Tittmoning und seit 2008 Kreisrat. In seiner Rede stimmte er die Delegierten auf das Wahljahr 2013 ein und kritisierte in allen wichtigen Politikbereichen die Arbeit der schwarz-gelben Koalitionen

in Bayern und im Bund. Die SPD sei die Schutzmacht der kleinen Leute, weil man den Nachtwächterstaat ablehne und nicht wie die CSU mit gespaltener Zunge spreche. „Wir stehen für Demokratie, Freiheit und Fortschritt, sagen wir den Menschen, dass es am 15. September an der Zeit ist für einen Wechsel in Bayern“, appellierte Reichenau.

Zum Ende der Delegiertenversammlung standen noch die Nominierungen zur Wahlkreiskonferenz des Bezirks Oberbayern an. Die 45 anwesenden Genossen bestimmten die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler (27 Stimmen) und Hans-Michael Weisky (16 Stimmen) zu Delegierten, als Ersatzdelegierte fungieren Kreisvorsitzender Dirk Reichenau (15 Stimmen) und Vorstandsmitglied Monika Berlitz (15 Stimmen). Dritter Ersatzdelegierter ist Helmut Haigermoser (zwölf Stimmen).

mmü

Quelle: chiemgau24.de

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