Anwältin soll Polizisten beleidigt haben

Traunstein - Weil sie einen Rosenheimer Polizisten mit den Worten "der ist zu blöd, der kapiert das nicht" beleidigt haben soll, steht eine Anwältin erneut vor dem Landgericht.

Bei einem Prozess am Landgericht Traunstein sind an diesem Donnerstag die Rollen etwas vertauscht - auf der Anklagebank sitzt eine Rechtsanwältin. Die 61-Jährige aus dem südlichen Landkreis Traunstein soll einen jungen Polizisten aus Rosenheim zwei Mal beleidigt haben. Das Amtsgericht Rosenheim hatte die Anwältin in erster Instanz zu einer Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu je 200 Euro verurteilt - als insgesamt 9000 Euro. Dagegen legte die Frau Berufung ein. Die Berufungsverhandlung vor dem Landgericht hatte am 14. Oktober begonnen und wird nun fortgesetzt.

Die Frau habe im Sommer des vergangenen Jahres bei der Rosenheimer Polizei angerufen, heißt es in der Anklageschrift. Sie wollte Auskünfte zu einen Verkehrsunfall einholen. Allerdings wollte ihr der 26-jährige Polizist am Telefon keine Auskünfte geben. Daraufhin soll ihn die Juristin massiv beleidigt haben. "Der ist zu blöd, der kapiert das nicht" bzw. "Der ist zu blöd, der ist echt zu blöd", soll der Wortlaut am Telefon gewesen sein.

Danach reichte die Anwältin eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Polizisten ein. Dieser konterte mit einer Anzeige wegen Beleidigung. Am ersten Verhandlungstag des Berufungsprozesses gab der Polizist zu Protokoll, die Frau sei am Telefon zunehmend lauter und unfreundlicher geworden. Die Beschuldigte sagte, sie habe keinen Grund gehabt, unfreundlich zu sein.

Bayernwelle SüdOst/rm

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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