Traunreut unter den zehn Besten

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Traunreut - Bei der erstmals 2011 bundesweit durchgeführten BioEnergie-BundesLiga erreichte Traunreut unter 79 teilnehmenden Kommunen eine gute Platzierung.

Unter 79 teilnehmenden Kommunen erreichte die Stadt Traunreut bei der erstmals 2011 durchgeführten BioEnergie-BundesLiga den neunten Rang. Die mit der Durchführung beauftragte Vereinigung C.A.R.M.E.N. e. V. zur Entwicklung von ökologisch und ökonomisch attraktiven und wettbewerbsfähigen Techniken zur Nutzung nachwachsender Rohrstoffe gratulierte zu diesem Ergebnis.

Maßgeblichen Anteil hatte hierbei die Steag New Energies GmbH durch ihre Strom- und Wärmegewinnung in den beiden Heizkraft- und Heizwerken auf dem Betriebsgelände der B/S/H/ Herdefabrik Traunreut. Dort werden jährlich etwa 50.000 Tonnen Holz verwertet. Die Stromerzeugung deckt etwa drei Viertel des Haushaltsbedarfs in Traunreut. Die Wärmeauskopplung sichert die Fernwärmeversorgung Traunreuts etwa zu 95 Prozent.

Die vom Bundesumweltministerium geförderte Aktion soll die nachhaltige und effiziente Produktion von Bioenergie in Biomasseheiz(kraft)werken, Biogasanlagen und durch Biokraftstoffe fördern. Diese leistet einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende. Allerdings sind beim Einsatz von Biomasse die Möglichkeiten zur stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe als auch die Herkunft der eingesetzten Materialien zu beachten. Daher wird bei der BioEnergie-BundesLiga neben der Quantität wesentlicher Wert auf qualitative Kriterien gelegt. Positiven Einfluss auf die Platzierung hat die Nutzung von biogenen Reststoffen und eine regionale Herkunft der Biomasse. Mit letzterem konnte auch Traunreut punkten. 70 Prozent des Brennmaterials stammen aus einem Umkreis von 50 Kilometern; der Rest aus maximal 100 Kilometern Entfernung. Biogasanlagen sind in Traunreut noch nicht in Betrieb; die kleinen Holzheizanlagen wurden noch nicht erfasst.

Der Strombedarf für Haushalte und Kleingewerbe (<100.000 kWh/a) lag im Jahre 2010 bei insgesamt 45 GWh (entspricht 45.000.000 Kilowattstunden). Gleichzeitig wurde in Traunreut Ökostrom aus Biomasse von 35,5 GWh, aus Wasserkraft von 7,7 GWh und aus Photovoltaikanlagen von 3,8 GWh erzeugt und liegt somit vier Prozent über dem Jahresbedarf.

Erster Bürgermeister Franz Parzinger betonte, dass die Stadtwerke schon seit vielen Jahren auf die erneuerbaren Energien setzen. So wurde bereits im Jahre 2004 die Entscheidung getroffen die Fernwärmeversorgung Süd zu bauen. Er bedankte sich auch bei den beiden Leitern der Stadtwerke, Willi Helmdach und Franz Hagenauer, für das vorbildliche Engagement bei diesem so wichtigen Thema.

Pressemitteilung Stadt Traunreut / red

Quelle: chiemgau24.de

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