Nina Hagen gastiert im K1

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Punkrock mit Nina Hagen auf der K1-Bühne

Traunreut - Am Samstag lebte der Punk auf Traunreuts Bühne. Mit viel Herzblut lieferte Nina Hagen einen perfekten Auftritt ab - und das Publikum war glücklich.

Sie ist berühmt, berüchtigt, schrill, quietschbunt, eine Ikone, die deutsche „Godmother of Punk“: Nina Hagen. Sie ist eine der schillerndsten Figuren des Musikgeschäfts der letzten 35 Jahre, immer dazu bereit, ihr Publikum zu überraschen.

Und so zeigte sie mit ihrem „Akustikset“, eine weitere Facette – mit einer dezenten, aber intensiven Instrumentierung: Begleitet wurde sie von Frederik Sauer (Klavier), Warner Poland (Gitarre) und Michael O‘Ryan (Bass). Nina Hagen bot eine perfekte Mischung aus Rock, Blues und Gospel vom 2010er Album „Personal Jesus“, auf dem unter anderem Lieder aus der Feder von Depeche Mode, Elvis Presley und Woody Guthrie zu hören waren. Die „Punklady“ streute Stücke von ihrer aktuellen Scheibe „Volksbeat“ ein, eines ist aber klar: Sie hat alles geben, „viel Herzblut und Seelenglut“.

Nina Hagen begeister im K1

Anjela Bergmüller aus Traunstein kam mit Ihrer Freundin und freute sich über den Abend mit Nina Hagen.

Da kann kein Zweifel bestehen: Nina Hagen gehört zu den außergewöhnlichsten Persönlichkeiten, die Deutschlands Musikszene je hervorbrachte. „Sie ist „Deutschlands bedeutendster Beitrag zur Popkultur seit Brecht“, schrieb etwa der britische „Melody Maker“. Ihre Skandale, Exzesse und bisweilen befremdlichen Gedanken sind bekannt, ebenso der schräge Humor der 1955 in Ost-Berlin geborenen Exzentrikerin und diese Stimme, die so ziemlich jede mögliche und noch ein paar unmögliche Tonlagen trifft.

Mit den Jahren wurde das Gesangsorgan der einstigen Punk-Röhre rauchiger – was böte sich da mehr an, als Traditionals und Klassiker des Country, Gospels und Blues zu singen. Auf „Personal Jesus“ dreht sich vieles – wie der Titel schon andeutet – um Gott, Glaube und Jesus. Das kommt nicht von ungefähr: Vor drei Jahren ließ sich die Hagen evangelisch taufen.

Somit hat die Auswahl der Lieder aus der Feder von Depeche Mode, Elvis Presley oder Woody Guthrie auch inhaltlich einen Sinn. Überraschend ist, dass Nina Hagen bis auf ein paar ganz wenig schrille Töne auf Eskapaden verzichtet und den Bariton rausholt. Überraschend ist für viele auch, wie respektvoll sie die Lieder hier interpretiert.

Am Schluß bekam die Punklady mit Frederik Sauer (Klavier), Warner Poland (Gitarre) und Michael O‘Ryan (Bass) einen rauschenden Beifall nach einer Zugabe.

kaf

Quelle: chiemgau24.de

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