Übung der Feuerwehren Traunreut und Stein am Mittwoch

Gefahrstoffaustritt nach Verkehrsunfall mit verletzter Person

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Traunreut – Gefahrstoffaustritt nach Verkehrsunfall, erschreckend echtes Übungsszenario

Traunreut - Eine große Herausforderung hatten die Feuerwehren aus Traunreut und Stein an der Traun am Mittwochabend gegen 19 Uhr zu meistern.

Sie wurden zu einer Einsatzübung alarmiert, mit dem Stichwort „Verkehrsunfall mit auslaufenden Gefahrstoffen“. Auch eine verletzte Person wurde gemeldet. Bereits beim Anfahren an die Unfallstelle, die sich in einem kleinen Waldstück bei den Traunreuter Schrebergärten befand, war überlegtes Handeln gefragt. Kaum Platz für die Feuerwehrfahrzeuge und die Unfallstelle befand sich in einem schmalen Waldweg. So musste die Aufstellung der Einsatzfahrzeuge bereits am Anfang gut überlegt sein. 

Unter schweren Atemschutz galt es dann für den Erkundungstrupp, zuerst einmal die Lage zu sondieren: Was war genau passiert, wo befindet sich die verletzte Person, tritt Gefahrenstoff und um was für Gefahrenstoff handelt es sich? 

Erkundungstrupp macht verletzte Person ausfindig

Um das ganze noch ein wenig schwieriger zu machen, hatte das Fahrzeug mehrere verschiedene Behältnisse mit unterschiedlichen Gefahrgütern geladen. Der Erkundungstrupp konnte dann aber relativ zügig die bewusstlose Person neben dem Fahrzeug finden und in Sicherheit bringen. Auch das Fass mit den auslaufenden Gefahrstoffen wurde schnell gefunden und anhand der Gefahrstoffnummer konnte auch zügig der Inhalt ermittelt werden. 

Übung der Feuerwehren Traunreut und Stein an der Traun

Jetzt begann allerdings erst die richtige Arbeit für die Träger der Chemikalienschutzanzüge Form 2 aus Traunreut und der Feuerwehr aus Stein an der Traun, mit dem vom Katastrophenschutz zur Verfügung gestellten Dekon P. Dieses Fahrzeug transportiert spezielle Ausstattung zur Dekontamination und hygienischen Reinigung von Einsatzkräften. 

Es mussten Absperrungen aufgebaut werden, eine Wasserversorgung wurde eingerichtet, sowie die Vorkehrungen zur Dekontamination getroffen. Aber auch die Träger der Schutzanzüge machten sich mit Hilfe ihrer Kameraden und Kameradinnen bereit für den Einsatz. Solch einen Anzug anzuziehen bedeutet immer Teamwork. 

Jogger läuft durch kontaminierte Flüssigkeit - was tun?

Inmitten dieser Vorbereitungen, in der alle Einsatzkräfte immer stark gefordert sind, taucht plötzlich ein Jogger auf, der durch die auslaufende Flüssigkeit gelaufen ist. Auch dieser wurde bemerkt und sofort angehalten. Richtigerweise wurde der Jogger anschließend dekontaminiert. Die Träger der Schutzanzüge konnten dann auch rasch das Fass mit der auslaufenden Flüssigkeit abdichten und die Umgebung mit Wasser säubern. Nach etwa einer Stunde galt die Übung als beendet und das Übungsziel wurde ganz klar erreicht.

Wie die beiden Kommandanten der Traunreuter Feuerwehr Karl Heinz Erhard und Konrad Unterstein bei der anschließenden Manöverkritik betonten, war es ihnen wichtig, einmal solch ein Szenario mit dem Spezialfahrzeug Dekon P der Steiner Wehr durchzuführen und das Zusammenspiel beider Feuerwehren in solch einer Situation zu proben. Auch bedankten Sie sich nochmals bei allen 30 Übungsteilnehmern für ihren freiwilligen Einsatz. Dies sei an einem heißen Sommertag vor einem Feiertag nicht selbstverständlich.

FDL/Benje

Quelle: chiemgau24.de

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