Aus dem Stadtrat

Traunreut will Volksfest nicht "sterben" lassen

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Traunreut - Das ursprünglich für den Mai geplante Traunreuter Volksfest muss verlegt werden. Der Grund: Die Schausteller sind reihenweise abgesprungen. Ob das Fest am Ende "sterben" muss:

Nach Angaben des Festwirts haben alle Schausteller Ende Januar ihre Zusagen zurückgezogen. Der Festwirt vermutet, dass sich die Schausteller die besten Fest-Orte ausgesucht haben und dazu zählt Traunreut offenbar nicht. Um das Volksfest, das in Traunreut eine über 50-jährige Tradition hat, aber nicht "sterben" zu lassen, hat sich der Stadtrat in einer Eilentscheidung auf einen Ersatztermin verständigt. Somit findet das Volksfest jetzt von Freitag, 12. Juni, bis Dienstag, 16. Juni, statt.

Der Festwirt, mit dem ein Vertrag über die Durchführung des Volksfestes vom 30. April bis einschließlich 5. Mai abgeschlossen wurde, hatte die Stadtverwaltung Ende Januar darüber schriftlich informiert, dass er das Volksfest absagen müsse. In der Begründung heißt es, dass nach fester Zusage von drei großen Fahrgeschäften nach und nach alle Schausteller die Zusage für das Volksfest in Traunreut zurückgezogen hätten.

"Wie Sie wissen, ist die Durchführung eines solchen Festes, ohne die notwendigen Schausteller, nicht möglich. Ich vermute, dass sich die Schausteller nun die besten Fest-Orte ausgesucht haben und dazu zählt nun mal Traunreut nicht!" Weiter erklärte der Festwirt, dass auch er die gesamte Planung mit den Musikkapellen abgeschlossen habe, die nun zurückgenommen werden müsse.

Vor dem Hintergrund, dass im Stadtrat ohnehin über Alternativen - beispielsweise das Volksfest in das Stadtzentrum zu verlegen - bot er gleichzeitig an, mit einem renommierten Schausteller nach Traunreut zu kommen und alternative Termine zu diskutieren. Die Stadtverwaltung forderte den Festwirt auf, umgehend Ersatztermine zu benennen. Bis zur Hauptausschuss-Sitzung lag allerdings noch keine Antwort vom Festwirt vor. Deshalb wurde der Stadtrat erst in seiner Sitzung mit der Absage, beziehungsweise dem neuen Terminvorschlag, konfrontiert und musste aus Zeitgründen eine kurzfristige Entscheidung treffen.

Nach Angaben der Stadtverwaltung habe die Schlossbrauerei Stein ihre Zustimmung zu dem neuen Termin erteilt. Mit Ausnahme des Burgfestes in Stein an der Traun, am 13. Juni, seien keine weiteren Terminüberschneidungen bekannt. Aus Sicht der Stadtverwaltung sollte dem vom Vertrag abweichenden Termin nichts entgegenstehen.

Auch das Gremium war geschlossen der Ansicht, man solle das Volksfest nicht "sterben" lassen. "Es wäre schade, wenn es gar kein Volksfest mehr gäbe", sagte Christian Gerer (CSU). Gleichzeitig kritisierte er aber die fortwährenden Terminverschiebungen in den letzten Jahren. Gerer sprach in diesem Zusammenhang von einem "Kasperltheater".

Unterstützt wurde er in seinen Aussagen von seinem Fraktionskollegen Bernhard Seitlinger. Seitlinger räumte aber ein, dass es sich aktuell um eine Notsituation handle und man deshalb den Ersatztermin im Juni annehmen sollte. "Ich hätte kein Problem damit, das Volksfest heuer nicht durchzuziehe", konterte Bürgermeister Ritter. Hans-Peter Dangschat (CSU) zweifelte an der Ernsthaftigkeit des Festwirts. Den Vorwurf Dangschats, der Festwirt würde mit der Stadt "Schlittenfahren", ließ Sepp Winkler (Bürgerliste) so nicht stehen. Dass die Schausteller abgesprungen seien, sei nicht sein Verschulden. Eine Gruppe aus dem Stadtrat soll sich nun eingehend mit dem Thema "Volksfest" beschäftigen, entschied das Gremium.

Quelle: chiemgau24.de

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