Zerstörter Fußweg muss hergerichtet werden! 

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Traunreut - Das letztjährige Hochwasser zerstörte den einstigen Schulweg vieler Kinder. Diese können den Weg nun nicht mehr gefahrenlos nutzen und das muss dringend geändert werden:

Auf Einladung des Stimmkreisabgeordneten Klaus Steiner absolvierte Landrat Siegfried Walch am Montag einen ersten Ortstermin. Dabei ging es um die Zukunft des vor knapp einem Jahr vom Hochwasser teilweise weggespülten Fußwegs entlang der Traun zwischen Stein und dem Burgberg. Ergebnis: Der rund 600 Meter lange Weg kann möglicherweise 2015 wieder benutzt werden. Bisher war unklar, ob für die Instandsetzung die Schlossbrauerei Stein als Eigentümerin des Wegs oder der Freistaat Bayern aufkommen muss. Die zahlreichen Fußgänger – meist Schüler – müssen derzeit große Umwege in Kauf nehmen.

An der Erörterung teilgenommen hatten auch der Behördenleiter des Wasserwirtschaftsamts Traunstein Walter Raith, der Geschäftsleiter der Stadt Traunreut Josef Maier, der Geschäftsführer der Schlossbrauerei Stein Stefan Haunberger, der zuständige Abteilungsleiter im Landratsamt Christian Nebl sowie interessierte Bürger.

Der Weg ist bislang als sogenannter Eigentümerweg gewidmet, muss also durch die Grundstückseigentümer unterhalten und hergerichtet werden. Teile des Weges befinden sich jedoch auf Grund des Freistaats Bayern und sind von der Widmung aus dem Jahr 1961 nicht erfasst. „Die tatsächliche Verkehrsbedeutung des Wegs legt nahe, dass er in Zukunft nicht mehr privat, sondern beschränkt-öffentlich ist. Zweckmäßigerweise müsste er dann in die Baulast der Stadt Traunreut übergehen“, so Landrat Walch. Dieser Lösung müsste allerdings der Traunreuter Stadtrat noch zustimmen. Das Wasserwirtschaftsamt konnte bereits mit der Regierung von Oberbayern abklären, dass eine durch die Stadt Traunreut durchgeführte Instandsetzungsmaßnahme aus dem Hochwasserfonds voraussichtlich zu 100 Prozent förderfähig wäre, sofern die Stadt den entsprechenden Antrag stellt.

Wenn sich die Schlossbrauerei Stein, der Freistaat Bayern und die Stadt Traunreut in diesem Sinn einigen könnten, wäre folgende Regelung denkbar: Die Stadt Traunreut würde die Baulast für den Weg übernehmen, soweit dieser zwischen dem Landschulheim und dem Betriebsgelände der Schlossbrauerei über unbefestigtes Gelände verläuft. Im Bereich des Betriebsgeländes und des Schulgeländes würde die Schlossbrauerei Stein einer Widmung ebenfalls zustimmen, jedoch weiterhin Erhaltung, Unterhaltung und Verkehrssicherungspflicht übernehmen.

Als nächster Schritt wurde vereinbart, diesen Lösungsansatz der Gesellschafterversammlung der Schlossbrauerei Stein und dem Traunreuter Stadtrat vorzustellen. Anschließend soll in enger Abstimmung zwischen Stadt, Wasserwirtschaftsamt und Brauerei eine bauliche Lösung erarbeitet werden, die wirtschaftliche und wasserwirtschaftliche Erfordernisse vereint. Es ist damit zu rechnen, dass die schwierigen Geländeverhältnisse am Steilufer des Burgbergs noch umfangreiche Vorplanungen erfordern. Baubeginn könnte dann 2015 sein. Landrat Siegfried Walch sicherte zu, dass das Landratsamt als Vermittler die Koordinierung dieser Maßnahmen übernehmen wird, und bedankte sich bei MdL Klaus Steiner für die Organisation des Gesprächstermins.

Landratsamt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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