Traunreut: Am Montag wird entschieden

Öko-Landwirtschaft? Bauern ganz und gar nicht einverstanden

Traunreut - Die Stadt hat 14 Hektar Landwirtschaftsfläche an Bauern verpachtet - Doch die Art und Weise der Bewirtschaftung soll nach strikten Regeln erfolgen. Ist konventionelle Landwirtschaft in Traunreut bald Geschichte? Die Bauern wehren sich dagegen -  am Montag wird entschieden.

Erst nach dem Vorschlag einer Bürgerin, in der lokalen Landwirtschaft auf das aktuell stark in der Diskussion stehende Pflanzenschutzmittel Glyphosat zu verzichten, ist die ganze Debatte richtig ins Rollen geraten. Plötzlich war man sich in der Stadtverwaltung einig, dass die Pächter von städtischen Acker- und Grünlandflächen künftig nur noch nach der EU-Öko-Verordnung wirtschaften sollen.

Die Bauern wehren sich dagegen

Mit dieser Änderung sind die betroffenen Bauern allerdings ganz und gar nicht einverstanden - sie verteidigen die Arbeit der konventionellen Landwirtschaft. Der Erhalt der Natur läge ihnen zudem ohnehin sehr am Herzen. „Auch für uns ist die Natur das größte Gut. Wir arbeiten mit der Natur und nicht gegen sie.", verdeutlicht Frank Janetzky, einer der betroffenen Bauern, gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt.

Wie geht es jetzt weiter? 

Am Montag, 17 Uhr, kommt es zur entscheidenden Sitzung im Stadtrat. Sollte der Vorschlag abgesegnet werden, müssten sich die betroffenen Landwirte in ihrer Arbeitsweise umstellen. Bedeutet im Umkehrschluss: Entweder man steigt auf Öko-Landwirtschaft um, oder die Flächen müssen wieder zurückgegeben werden

Die Entscheidung am Montag könnte also weitreichende Folgen für die Bauern haben.

Andreas Schmid

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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