Kein Konzept mehr für Areal rund um Aldi

Große Mode-Ketten wollen nicht nach Traunreut: Aus für Muna-Park

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Die Pläne von 2016: An den Eckpunkten fünfgeschoßige Gebäude mit Handel im Erdgeschoß und darüber Wohnungen. Im Nordosten sollte ein Hotel entstehen. Südlich von Aldi, an der Eichendorffstraße, sollten ein Drogerie- und ein Textilhändler angesiedelt werden.
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Traunreut - Der Traum, das Areal rund um Aldi völlig neu zu gestalten, ist geplatzt: Der Stadt gefällt das Konzept des Investors nicht - und der konnte wiederum keine große Mode-Kette finden.

Die Pläne für den "Muna-Park" sind begraben: Streitpunkte zwischen dem Investor und der Stadt gab es anscheinend jede Menge, wie wir schon berichteten. Am Donnerstag zog der Stadtrat das Verkaufsangebot für die Flächen an den Investor zurück. 

Zu wenig Wohnungen und die falschen Geschäfte

Einer der größten Konfliktpunkte: Die Geschäfte, die der Investor nach Traunreut locken konnte. Namen wurde nicht öffentlich, aber "bis auf wenige Ausnahmen" sind sie aus Sicht der Stadt "nicht attraktivitätssteigernd": "Ziel war es, auch namhaftere Firmen in der Innenstadt anzusiedeln", heißt es aus der Stadtverwaltung. Auch der Investor gestand ein, dass große Modemarken kein Interesse zeigten, an die Eichendorffstraße zu kommen.

Ecke Traunring/Eichendorffstraße: Für die Baugrube auf dem alten Bauhofgelände gibt es nun kein Konzept mehr.

Der zweite große Streitpunkt: Zu wenig Wohnraum. Entlang der Eichendorffstraße sollten über den Gewerbeflächen Wohnungen entstehen - neuen Wohnraum zu schaffen, war eines der Hauptziele, das die Stadt mit dem "Muna-Park" verfolgte. Der Investor habe sich zu stark auf die Handelsflächen konzentriert, das Wohnen wurde zum "Nebenkriegsschauplatz", heißt es aus der Stadtverwaltung. Mit rund 50 Wohnungen hätte der Investor geplant.

Pläne seien "schwach bis indiskutabel"

Das Areal aus der Vogelperspektive, als der Bauhof im Südwesten noch stand

Außerdem wurden die geplanten Wege und Verbindungsstraßen von der Munastraße hinüber zum Traunring vom Investor anders geplant, als es sich die Stadt vorstellte. Auch die Ausrichtung der geplanten Gebäude, auch des Aldi-Neubaus, waren verändert: Als "schwach bis indiskutabel" wurden die Pläne von der Stadtverwaltung nun bewertet - ein hartes, unmissverständliches Urteil.

Ursprünglich wollte man zwischen Traunring, Munastraße und Eichendorffstraße - abgesehen vom k1 - kaum noch einen Stein auf dem anderen lassen: Es ging um eine Fläche von 46.000 Quadratmetern, die im Stadtrat auch schon als "innerstädtisches Filetstück" bezeichnet wurde. Rund um einen modernen Aldi-Neubau sollten Wohnungen, ein Hotel und viele neue Geschäfte entstehen. Der Abriss des Bauhofs war ein erster Schritt dazu.

Wie geht es nun auf der Brachfläche weiter? Dazu fiel auf der Stadtratssitzung am Donnerstag kein Wort.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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