Viel Platz für die kleinen "Racker"

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Für ihren musikalischen Auftritt bei der Einweihung der Kinderkrippe am gestrigen Freitag bekamen die Kinder nicht nur Applaus. Bürgermeister Franz Parzinger verteilte an die „Zwergerl“ auch Süßigkeiten.

Traunreut - Wegen des großen Ansturms an Krippenplätzen wurde in Traunreut die neue Kinderkrippe "Zwergenland" gebaut. Jetzt haben die Zwerge fast 2000 Quadratmeter zum spielen.

„Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da…“. Mit diesem bekannten Kinderlied begrüßten die kleinen Hauptpersonen am heutigen Freitag die Gäste zur offiziellen Einweihung der städtischen Kinderkrippe „Zwergenland“. Anknüpfend an den gelungenen Auftritt der „Zwerge“, fand der evangelische Pfarrer Stefan Hradetzky sehr treffende Worte: „Kinder sind die allerbeste Predigt, weil sie das Herz bewegt“, sagte Hradetzky, der mit seiner katholischen Kollegin Pastoralreferentin Melanie Lüking nicht nur die Einrichtung, sondern auch Kreuze segnete, die in den Gruppenräumen aufgehängt werden. Am Samstag kann die Kinderkrippe an der Ecke Traunring/ Brandenburger Straße von 13 bis 17 Uhr besichtigt werden.

Um den laufenden Betrieb nicht zu stören, fand der Festakt mit einer Abordnung der Stadtkapelle im Bewegungsraum im Untergeschoss statt. Zur Feier des Tages brachten auch die Kinder des städtischen Kindergartens in der Johann- Hinrich-Wichern-Straße ein Ständchen. Der Hausherr, Bürgermeister Franz Parzinger zollte allen am Bau Beteiligten Dank und nicht zuletzt der Leiterin Annett Parthum und ihrem Team. Er sei stolz und froh, dass die Krippe nach einer respektablen Bauzeit von knapp einem Jahr am 2. September in Betrieb gehen konnte.

Als eine „Punktlandung“ bezeichnete das Stadtoberhaupt die Einhaltung der Baukosten. Der Neubau kostete 3,2 Millionen Euro, 1,2 Millionen Euro hat die Stadt als Zuschuss aus dem Programm „Aufbruch Bayern“ erhalten. Mit der zweiten Krippe – eine weitere wurde bereits 2010 eröffnet - habe die Stadt einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der Krippenplätze geleistet und somit auch die gesetzlichen Vorgaben erfüllt, so Parzinger weiter.

Mit den 100 städtischen Krippenplätzen und 36 Krippenplätzen im „Haus der Kinder“ 600 Kindergartenplätzen sowie den Betreuungsplätzen im katholischen Kinderhort und dem Angebot im Mehrgenerationenhaus und in den Schulen, stehen im Stadtgebiet derzeit rund 800 Tagesbetreuungsplätze zur Verfügung. Dass die Stadt mit Fug und Recht behaupten könne, in Sachen Kindertagesplätze gut aufgestellt zu sein, wie Parzinger sagte, bestätigte auch die Leiterin. „Ich kenne keine Stadt, die so viel Engagement für Krippenplätze aufbringt.“ Dass diese Einrichtungen auch Geld kosten, versteht sich von selbst. Laut Parzinger gibt die Stadt für den Tagesstätten-Betrieb jährlich rund 1,5 Millionen Euro aus. Dieses Geld sei aber auch sehr gut angelegt.

Einweihung von Kinderkrippe

Aufgrund des großen Ansturms an Krippenplätzen, hatte sich der Stadtrat vor rund drei Jahren für einen weiteren Neubau in Holzrahmenbauweise ausgesprochen und die städtische Mitarbeiterin Ina Veit mit dem Entwurf beauftragt. Die Bauausführung wurde dann dem Traunreuter Architekturbüro Schubert-Dietz übertragen. Mit Unterstützung von Parthum hat Veit gemeinsam ein Konzept entwickelt, das mit viel Liebe zum Detail den pädagogischen Anforderungen voll entspricht.

Bei der Planung des ebenerdigen, teilunterkellerten Gebäudes wurde nicht nur großer Wert auf umweltfreundliche und ressourcenschonende Baustoffe gelegt, sondern auch auf ein ausgeklügeltes Raumkonzept. Innenliegende Fenster, um die kleinen „Racker“ stets Auge zu behalten, sind beispielsweise wertvolle pädagogische Details, die berücksichtigt wurden. Ebenso die in kindgerechter Höhe eingebauten Fenster mit Blick auf die Nachbarschaft. „Die Kinder sind begeistert, da gibt´s viel zu beobachten“, schwärmte die Leiterin.

Durch die in vier Himmelsrichtungen ausgerichteten Gruppen – es gibt eine rote, gelbe, orange und grüne Gruppe - ist als Herzstück des Gebäudes ein allseits geschützter Innenhof entstanden, der sich über eine überdachte Terrasse zum offenen Garten hin fortsetzt. Die offenen Flure werden als gemeinsamer Spielraum genutzt, können aber auch nach Gruppen getrennt werden. Über diese Flure erhalten die großen Gruppenhaupträume zusätzlich Licht vom Innenhof. Die gruppenübergreifend genutzten Räume (Schlafräume, Essbereiche, Personalräume) befinden sich in den Gebäudeecken. Hinzu kommt noch ein Bewegungsraum im Untergeschoss, der durch einen großen Lichthof auch über Tageslicht verfügt.

Reichlich Platz zum Tollen finden die Kinder auch im weiteren Garten, der an den Katholischen Kindergarten in der Adalbert-Stifter-Straße grenzt. Das gesamte Grundstück verfügt über eine Größe von rund 2000 Quadratmetern. Das Gebäude selbst umfasst rund 840 Quadratmeter; die Freifläche liegt bei 1000 Quadratmeter. Nach Angaben von Architekt Lutz Schubert, wurde das Gebäude mit kontrollierter Raumlüftung und Wärmerückgewinnung sowie mit einer Fußbodenheizung mit kombinierter Trinkwassererwärmung, an das städtische Fernwärmenetz angeschlossen.

Am Samstag, den 9. Oktober, findet der „Tag der offenen Tür“ von 13 bis 17 Uhr statt. Dort wartet auf die Kinder ein großes Unterhaltungsprogramm mit Sinnesstraße, Kinderschminken und vielem mehr. Auch der Kasperl hat sich um 14 und um 16 Uhr angemeldet. Für das leibliche Wohl mit Kaffee, Kuchen und Deftigem sorgt der Elternbeirat.

Pressemeldung Kinderkrippe Traunreut

Quelle: chiemgau24.de

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