Mosaikstein zur Energieautarkie hinzugefügt:

Das neue Blockheizkraftwerk für 430.000 Euro

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Bürgermeister Franz Parzinger beim Einschalten des neuen 430.000 Euro teuren Blockheizkraftwerkes, Assistiert vom Kaufmännischen Werkleiter Wilhelm Helmdach (links) und dem Technischen Werkleiter Franz Hagenauer.

Traunreut - Das Blockheizkraftwerk auf der Kläranlage ist offiziell in Betrieb genommen worden. Die Kosteneinsparung beläuft sich auf jährlich auf 155.000 Euro.

Kläranlagen gehören zu den größten Stromverbrauchern einer Kommune. Die Traunreuter Stadtwerke versuchen seit Jahren, den Energiehunger des Betriebes zu zügeln. Mit dem Bau eines 430.000 Euro teuren neuen Blockheizkraftwerks (BHKW) und der Installierung einer Photovoltaik-Anlage, befindet sich die Anlage des städtischen Eigenbetriebes nun auf einem vielversprechenden Weg zur Energieautarkie.

Bei der offiziellen Inbetriebnahme der Anlage lobte Bürgermeister Franz Parzinger den konsequenten Weg, den die Stadtwerke seit 20 Jahren beschreiten. Dieser Weg in Richtung Stromeinsparung sei beispielhaft und bilde einen weiteren Mosaikstein, energieautark zu werden, betonte das Stadtoberhaupt. Mit dem neuen BHKW kann das bei der Faulung des Klärschlamms anfallende Klärgas (Methangas) zur umweltfreundlichen Produktion von Wärme und Strom noch effizienter genutzt werden. Pro Jahr kann die neue Anlage ca. 420.000 kWh-Strom erzeugen, der im Klärwerk zum Antrieb von Gebläsen, Pumpen und Rührwerken genutzt wird.

Zusätzlich erzeugt das Blockheizkraftwerk im Jahr 650.000 kWh nutzbare Wärme zum Heizen des Faulbehälters und der Räume. Die Stadtwerke gehen davon aus, dass mit dem neuen BHKW (420.000 kWh Strom) und der Photovoltaik-Anlage, die bis zu 30.000 kWh Strom erzeugt, der Fremdbezug von Strom von 800.000 Kilowattstunden im Jahr 2002 auf 70.000 Kilowattstunden im Jahr 2014 minimiert werden kann. Um die Effizienz der Betriebsabläufezu steigern, seien in den vergangenen Jahren eine Reihe von Maßnahmen umgesetztworden. Unter anderem seien die Prozessleittechnik erweitert, die Prozesse optimiert, Rührwerke und Motoren ersetzt und 2007 ein 19 Jahre altes BHKW gegen ein neues ausgetauscht worden. Im Vergleich zur energetischen Ausgangslage im Jahr 2002 werden durch den geringen Strombezug und die hohe Eigenproduktion auf der Kläranlage Traunreut jedes Jahr ca. 155.000 Euro Kosten eingespart. Die Reinigungsleistung der Anlage konnte trotz der vielen Eingriffe in die Prozesse unverändert auf hohem Niveau gehalten werden.

Pressemitteilung Stadtwerke Traunreut

Quelle: chiemgau24.de

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