Am Dienstagmorgen in Traunreut 

Polizei "zeigt Muskeln" in Problem-Asylunterkunft

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Die Asylunterkunft in Traunreut
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Traunreut - Für große Aufmerksamkeit in der Bevölkerung sorgte ein Polizeieinsatz am Dienstagmorgen bei einer Asylunterkunft in Traunreut. 

UPDATE, 14.55 Uhr - Pressemeldung Polizei:

In der Gemeinschaftsunterkunft in der Tachinger Straße kam es seit August 2016 zu einer Vielzahl von polizeilichen Einsätzen und Strafanzeigen. Um die Identität und den Aufenthaltsstatus der anwesenden Personen festzustellen, beging das Polizeipräsidium Oberbayern Süd im Beisein der Regierung von Oberbayern und des Landratsamtes Traunstein am Dienstagvormittag, 6. Juni, die Unterkunft.

Knapp 50 Polizeieinsätze beschäftigten die örtlichen Polizeidienststellen aus Trostberg und Traunreut seit August 2016, bei denen insgesamt 30 Strafanzeigen, vom versuchten Totschlag über Körperverletzungsdelikte bis hin zur Sachbeschädigung, abgearbeitet wurden. Dabei verwendeten die Täter oftmals gefährliche Gegenstände, wie z. B. Messer, und waren dabei zum Teil unter erheblichen Alkohol- bzw. Betäubungsmitteleinfluss.

Kurz nach 7.30 Uhr begannen die Polizeibeamten mit der Begehung der Gemeinschaftsunterkunft. Die Überprüfung des Gebäudes und der anwesenden 136 Personen, die sich alle berechtigt in der Unterkunft aufhielten, war nach knapp eineinhalb Stunden abgeschlossen. Im Zuge der Kontrolle wurden zwei Verstöße nach dem Betäubungsmittelgesetz mit einer geringen Menge an Cannabis festgestellt.

LPD Richard Gröger

Der Leiter des Sachgebiets für Ordnungs- und Schutzaufgaben im Polizeipräsidium Oberbayern Süd, Leitender Polizeidirektor Richard Gröger, zog vor Ort eine positive Bilanz: "Durch das bestimmte und höfliche Auftreten der Kolleginnen und Kollegen sowie das kooperative Verhalten der Bewohner konnte die Begehung ohne besondere Vorkommnisse abgeschlossen werden. Ich danke den eingesetzten Kräften für ihr professionelles Verhalten und der Polizeiinspektion Trostberg für die Vorbereitung des Einsatzes.“

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Die Erstmeldung:

Auf Anfrage von chiemgau24.de erklärte Polizei-Pressesprecher Thomas Schelshorn, dass es zu einer sogenannten "Begehung" in der Asylunterkunft auf dem ehemaligen Festplatzgelände kam. 

Seit August 2016 habe man rund 50 Polizeieinsätze in der Gemeinschaftsunterkunft gehabt, bei denen in 30 Fällen Strafanzeigen gestellt wurden. Von versuchter Tötung, über mehrere schwere Körperverletzungen, bis hin zu Sachbeschädigungen reichte die Spanne der Straftaten. Erst jüngst im April wurde ein afghanischer Asylbewerber nach einer Messerstecherei festgenommen. Der Vorwurf: Versuchter Totschlag!

Mit dem Großeinsatz am Dienstagmorgen wollte die Polizei kontrollieren, wer sich in der Unterkunft aufhält. Es komme nämlich häufiger vor, dass Asylbewerber woanders nächtigen oder sich jemand in einer solchen Unterkunft illegal aufhält. "136 Personen wurden angetroffen, alle berechtigt dort zu sein", so Schelshorn über das Ergebnis der Personenkontrollen. 

Er wertete die Begehung als Erfolg. Sie sei gegen 9 Uhr friedlich abgeschlossen worden. "Lediglich zwei kleinere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden festgestellt", erklärte der Polizeisprecher. 

Die zahlreichen Polizeifahrzeuge auf dem Parkplatz des ehemaligen Baywa-Geländes hatten für Aufsehen und Interesse bei den Traunreutern gesorgt. Eine Hundertschaft der Polizei war im Einsatz. 

Quelle: chiemgau24.de

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