Zweiter Bürgermeister sieht schwarz

Planungen zum Muna-Park rund um Aldi stocken: "Drehen uns im Kreis"

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Die Pläne von 2016: An den Eckpunkten fünfgeschoßige Gebäude mit Handel im Erdgeschoß und darüber Wohnungen. Im Nordosten sollte ein Hotel entstehen. Südlich von Aldi, an der Eichendorffstraße, sollten ein Drogerie- und ein Textilhändler angesiedelt werden.
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Traunreut - Viele neue Geschäfte, neue Wohnungen, ein Hotel und ein Neubau von Aldi - das war der große Plan für den Muna-Park in der Stadtmitte. Nun scheint alles wieder auf Eis zu liegen. 

Zwischen Traunring, Munastraße und Eichendorffstraße sollte - abgesehen vom k1 - kaum noch ein Stein auf dem anderen bleiben: Für den sogenannten Muna-Park wurde eine Fläche von 46.000 Quadratmetern überplant. Rund um einen modernen Aldi-Neubau sollten neue Wohnungen, ein Hotel und viele neue Geschäfte (unter anderem Drogerie und Mode) entstehen. Der Abriss des Bauhofs war ein erster Schritt dazu.

Dangschat pessimistisch: "Wir drehen uns im Kreis"

Das Areal aus der Vogelperspektive, als der Bauhof im Südwesten noch stand.

Seit die Pläne im Oktober 2016 vorgestellt wurden, hat sich aber wohl einiges getan. In der Stadtverwaltung gab man schon Ende vorigen Jahres zu, dass die Planungen des Investors nur mühsam vorwärts gingen. Im Februar läuft letztlich der Vertrag zwischen Stadt und Investor aus. Auch Wirtschaftsreferent Konrad Blank verriet inzwischen, man liege mit dem Investor "nicht auf einer Linie".

Traunreuts zweiter Bürgermeister Dangschat.

Auf der Stadtratssitzung am kommenden Montag könnten die Karten auf den Tisch gelegt werden. Entschieden wird, ob das Verkaufsangebot für das Bauhof-Gelände von der Stadt an den Investor zurückgezogen werden soll. "Es kann sein, dass wir einen neuen Investor brauchen. Bei den Planungen drehen wir uns ja im Kreis, ich bin da eher pessimistisch", so am Montag auch zweiter Bürgermeister Hans-Peter Dangschat beim Online-Stammtisch der JU Traunreut (Video unten).

"Eine riesige, freie Fläche - das schaut schrecklich aus"

Auf dem Gelände des alten Bauhofs sollte für Aldi eigentlich eine Übergangslösung gebaut werden.

Überhaupt sei es ein Fehler gewesen, den Bauhof so schnell abzureißen. Dangschat spricht von "drei, vier Grundstücken, die in der Innenstadt jetzt brach liegen. Eine riesige, freie Fläche - das schaut schrecklich aus". Die Situation sei auch deshalb ungünstig, weil man die Freiflächen nicht für Veranstaltungen nutzen könne. Der Zwist über die Pläne des Muna-Parks liegt wohl auch darin begründet, dass die Stadt sich, laut Wirtschaftsreferent Blank, mehr Wohnungen im Gesamtkonzept wünsche. 

Nach den früheren Planungen sollten bis Mitte 2018 alle Abbrucharbeiten auf dem Gelände zwischen Traunring, Munastraße und Eichendorffstraße erledigt sein. Auf dem ehemaligen Bauhofgelände wäre eine Provisorium für Aldi vorgesehen gewesen. Danach wäre es auch an den Abbruch des Aldi gegangen. Für den Herbst 2021 peilte man die Fertigstellung des Muna-Parks an

xe

Quelle: chiemgau24.de

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