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"Falsche" Wetter-App und sechs Tage ohne Essen

Traunreuter (44) harrt neun Tage in dieser Biwak-Hütte aus!

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  • Martin Weidner
    VonMartin Weidner
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Lofer/Salzburg/Traunreut - Eine eigentlich unfassbare Geschichte hat sich in den Loferer Steinbergen abgespielt. Ein Deutscher vertraute einer "falschen" Wetter-App und musste deswegen neun Tage in einer Biwak-Hütte ausharren - sechs davon ohne Essen:

Am Montag, 15. Januar, war ein 44-jähriger deutscher Staatsbürger von Maria Kirchental in St. Martin bei Lofer mit Schneeschuhen zur "Prax-Biwakhütte" auf 1.800 Metern Höhe in den Loferer Steinbergen aufgestiegen. Der Mann aus Traunreut wollte dort übernachten.

Als er am nächsten Tag absteigen wollte, herrschte ein Schneesturm, weshalb er den Abstieg erstmal verschob. Nachdem der Schneefall jedoch anhielt, in den folgenden Tagen sogar noch zunahm und die Lawinengefahr immer größer wurde, entschloss er sich schließlich am 23. Januar - also sage und schreibe neun Tage später - doch einen Notruf abzusetzen.

Da ein Aufstieg der Bergwacht aufgrund der enormen Lawinengefahr nicht möglich war, wurde der Mann schließlich von einem Polizeihubschrauber aufgenommen und gerettet

Unfassbar: Der 44-Jährige war zwar für sein "Abenteuer" gut ausgerüstet, hatte aber eigenen Angaben zufolge seit sechs Tagen nichts mehr gegessen. Als "Ursache" für den unfreiwilligen Stopp in der Biwak-Hütte nannte der Mann seine Wetter-App, welche ihm auf seinem Handy stets das "total falsche Wetter" angezeigt habe.

Wie die Landespolizeidirektion in Salzburg auf Anfrage von chiemgau24.de bestätigte, blieb der Mann wohl unverletzt. Dass sich der Traunreuter hinterher selbstständig in ärztliche Behandlung begeben hat, wollte Polizeisprecherin Irene Stauffer jedoch nicht ausschließen. Eine Vermisstenanzeige lag ob der langen Abwesenheit des 44-Jährigen jedoch nicht vor. Die Polizei vermutet, dass der Mann via Handy den Kontakt zu seinen Angehörigen aufrechterhalten hatte.

mw

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