Frühschoppen der CSU in Hörpolding

Frühschoppen, Diskussion und Aussprache

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Traunreuts Erster Bürgermeister Franz Parzinger stand Rede und Antwort.

Hörpolding - Beim Frühschoppen im Gasthaus Namberger konnten Bürgermeister Franz Parzinger sowie die Stadtrats- und Kreistagskandidaten offen über Vergangenes und Zukünftiges diskutieren.

CSU-Ortsvorsitzender Hans-Peter Dangschat konnte 35 Gäste zum Frühschoppen im Gasthaus Namberger in Hörpolding begrüßen und freute sich über den Besuch. Nach der Vorstellung der Stadtrats- und Kreistagskandidaten ging Bürgermeister Franz Parzinger in seinen Ausführungen zunächst auf die Maßnahmen im Bereich Betreuung und Bildung ein.

Er stellte fest, dass die Stadt in den letzten Jahren mit zwei neuen Kinderkrippen und der Bezuschussung für das Haus für Kinder der Jugendsiedlung mustergültiges geleistet hat. Denn mit 136 Betreuungsplätzen für Kinder bis zu drei Jahren erfüllt Traunreut die gesetzlichen Vorgaben und ist bestens aufgestellt. Ebenso bei den Kindergarten- und Hortplätzen

Rund 700 Kinder und Jugendliche werden in Traunreut in den städtischen, kirchlichen und einer Vereinseinrichtung betreut. Die entstehenden Defizite übernimmt die Stadt bei allen Einrichtungenin voller Höhe, stellte das Stadtoberhaupt fest. Auch das Mittagessen im Betreuungs- und Schulbereich bezuschusst die Stadt.

Durch den Bau des Kultur- und Veranstaltungszentrums "k1", hat die Stadt als zentraler Veranstaltungsort enorm dazu gewonnen. Das unterhaltsame und vielfältige Angebot wird von der Stadtgemeinde wie von den Gästen aus der Region bestens angenommen. Die Generalsanierung des Hallenbades und der Doppelturnhalle war für den Schul- und Freizeitbereich von großer Wichtigkeit.

Mit dem Rathauserweiterungsbau können nun alle Anforderungen der Bürger und des Personals erfüllt werden. Besonders das barrierefreie Bürgeramt ist eine wesentliche Verbesserung, so der Rathauschef. Auch wurde der Breitbandausbau in Stein, St. Georgen und Hörpolding vorabgetrieben. Seit der letzten Kommunalwahl wurden in Infrastruktur, Gebäude, Unterhalt und Grunderwerb rund 74 Mio. Euro investiert. Besonders viele Baumaßnahmen führten die Stadtwerke in den letzten sechs Jahren in der ehemaligen Gemeinde Stein aus. So wurden Wasserleitungen in Weisbrunn, Hochreit, St. Georgen, Neudorf, Anning, Haßmoning und in Stein erneuert.

Für die Ortsteile Mais und Steineck wurde eine Druckerhöhungsanlage installiert. Auch die Kläranlage in Stein wurde ertüchtigt und ein neues Multifunktionsbecken errichtet. Insgesamt investierten die Stadtwerke dabei 1,6 Millionen Euro in den letzten sechs Jahren.Um die Löschwasserversorgung zu verbessern wurde eine Zisterne bei Walding errichtet.

Breiten Raum nahm in der Diskussion das Thema Verkehr und die Hochwasserproblematik ein. So forderte der frühere Stadtrat und Verkehrsreferent Reinhard Piehler die anwesenden Stadträte auf, die Forderungen der Initiatoren der Unterschriftenaktion zu unterstützen. Stadtrat und Verkehrsreferent Bernhard Seitlinger sieht die beste Lösung, nämlich den Kreisverkehr in Tieflage zu errichten, in den nächsten Jahrzehnten als nicht realisierbar an und forderte deshalb,eine zeitlich realistischere Lösung anzustreben.

Auch der Ausbau der Ortsverbindungsstraße von Hörpolding nach Truchtlaching wurde angesprochen, dabei erklärte Bürgermeister Parzinger, dass es zu einer Heraufstufung zu einer Kreisstraße wegen zu geringer Fahrzeugbewegungen nicht kommt. Im nächsten Jahr soll hier eine Planung erarbeitet und eine Verbesserung, z. B. durch beidseitigen Anbauvon Rasengittersteinen, angestrebt werden.

Voraussetzung ist aber den notwendigen Grunderwerb tätigen zu können, so das Stadtoberhaupt. Bernhard Reithmaier kritisierte die fehlende Geschwindigkeitsbegrenzung zwischen Traunreut und St. Georgen. Sowohl der Bürgermeister wie auch Stadtrat Seitlinger erklärten, dass man die gleiche Meinung wie der Diskutant vertritt, aber noch nicht erfolgreich war. Franz Kollmeier fragte nach dem Stand der Aufarbeitung des letzten Hochwassers.

Bürgermeister Parzinger erklärte, dass es schon mehrere Gespräche sowohl mit den Anliegern als auch mit dem Wasserwirtschaftsamt und dem Landratsamt gegeben hat. Der korrekte Wegverlauf zwischen Pertenstein und Hörpolding wurde ermittelt. Aktuell wird von einem Ingenieurbüro ein Konzept erarbeitet, damit wirksame Maßnahmen ergriffen werden können.Nach dem Juni-Hochwasser habe Parzinger gleich ein Gespräch mit den Kommandanten und Vertretern der Kreisinspektion einberufen.

Dabei wurde auch eine Liste zusätzlicher Ausrüstungsgegenstände erarbeitet, um für das nächste Hochwasser gerüstet zu sein. Die Kosten belaufen sich auf rund 40.000 Euro. Für den Haushalt 2014 sind bereits 15.000 Euro eingeplant der Rest dann in 2015 und 2016, so der Rathauschef.

Ortsvorsitzender Hans-Peter Dangschat, der auch die Diskussion leitete, bedankte sich für die rege Aussprache und bei den Kandidatinnen und Kandidaten für ihr Engagement. Er stellte fest, dass die Stadtrats- und Kreistagsliste ausgewogen ist und Qualität hat. Auf der Liste befinden sich alle Generationen, viele Ortsteile und Berufe sowie Vertreter der Vereine, so der Ortsvorsitzende.

Abschließend wies Hans-Peter Dangschat auf den ersten Infostand am Samstagvormittag und die Wintertour am Samstagnachmittag um 14.00 Uhr (22. Februar) sowie auf den Frühschoppen am Sonntag (23. Februar) beim Dorfwirt in St. Georgen hin.

Pressemitteilung Stadt Traunreut

Quelle: chiemgau24.de

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