Einweihung des Sankt-Wolfgang-Brunnens

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Bürgermeister Franz Parzinger (links) und der Technische Leiter der Stadtwerke Franz Hagenauer sowie der Wassermeister Engelbert Danner (rechts)bei der Enthüllung der Tafel für den Sankt-Wolfgang-Brunnen

Traunreut - Sollten die Brunnen in Traunwalchen ausfallen, haben fast 20.000 Menschen kein Trinkwasser mehr. Der neue Sankt-Wolfgang-Brunnen verschafft jetzt Abhilfe.

Die Stadtwerke Traunreut besitzen in Traunwalchen mit vier Brunnen eine leistungsfähige Brunnengalerie, die Trinkwasser in höchster Qualität liefern. Nahezu 20.000 Menschen und die Traunreuter Industrie sind täglich auf Trinkwasser angewiesen, denn es ist nach wie vor Lebensmittel Nummer Eins und unabdingbarfür die Produktionsprozesse.

Die Stadtwerke sind bestrebt und auch von der Wasserwirtschaftsverwaltung angehalten die Trinkwasserversorgung redundant abzusichern, d. h. bei Ausfall der Brunnen in Traunwalchen muss Ersatz zur Verfügung stehen, ein sogenanntes zweites Standbein.

Der neue Brunnen in Niedling mit dem Namen St.-Wolfgang-Brunnen stellt mit 80 Metern Tiefe, einer Leistung von maximal 40 Litern pro Sekunde, einer genehmigten Jahresfördermenge von 694.000 Kubikmetern und bester Wasserqualität ein sicheres zweites Standbein dar.

Kein leichter Weg

Der Weg dorthin war sehr beschwerlich. Allein das Wasserrechtsverfahren zur Ausweisung des 144 Hektar großen Trinkwasserschutzgebietes dauerte über neun Jahre.

Obwohl Wasserversorgungsunternehmen, wie die Stadtwerke Traunreut, für Einschränkungen bei der landwirtschaftlichen Produktion angemessen finanziellen Ausgleich und kostenlose Beratung leisten, gibt es bayernweit erheblichen Widerstand gegen neue Schutzgebiete.

Im Falle dieses Wasserschutzgebietes konnten alle Grundstückseigentümer nach Beratung durch die Stadtwerke Traunreut für den Schutz des Trinkwassers gewonnen werden. Dafür herzlichen Dank.

Der Brunnen St. Wolfgang besitzt nun ein Brunnenhaus aus Stahlbeton,Ziegelmauerwerk und Satteldach, das sich mit seinen Außenanlagen gut in den Wald zwischen Niedling und Oderberg einfügt.

Kosten

Die Gesamtkosten für das Brunnenhaus, einschließlich einer 800 Meter langen Stromleitung von Niedling bis zum Brunnen, betragen netto 340.000 Euro. Die 325 Meter lange Wasserleitung zur Anbindung des Brunnens an die Steigleitung zum Hochbehälter Frühling kostete netto 96.000 Euro.

Bei Ausfall der Traunwalchener Brunnen können mit dem Brunnen St.-Wolfgang ca. 60 Prozent des täglich benötigten Trinkwasserbedarfs für die Stadt Traunreut kompensiert werden, der Rest kommt vom Brunnen Nunhausen und von benachbarten Wasserversogern über bestehende Verbindungen.

"Wasser ist ein Menschenrecht"

In seiner Ansprache ging Bürgermeister Franz Parzinger nochmals auf die Liberalisierungsdiskussion der Europäischen Union im Bereich des Wassersektors ein. Dabei betonte das Stadtoberhaupt, dass die Trinkwasserversorgung in den Händen der Kommunen bleiben muss. Nur so kann eine dauerhaft nachhaltige und sichere Versorgung unserer Bevölkerung mit hochwertigem und bezahlbarem Trinkwasser sichergestellt werden. Konzerne streben nach Gewinn, nicht nach höchstmöglicher Qualität, fairen Preisen oder dem Schutz des grundlegenden Rechts auf sauberes und erschwingliches Trinkwasser. Wasser ist ein Menschenrecht, so der Bürgermeister abschließend.

Pressemitteilung Bürgermeister-Sekretariat Traunreut

Quelle: chiemgau24.de

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