Stadtwerke Traunreut festlich eingeweiht

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Trauneut - Eine unendliche Geschichte geht doch noch zu Ende: Am Freitag wurde der Neubau der Stadtwerke Traunreut feierlich eingeweiht.

Um kurz nach 11 Uhr begrüßte der Kaufmännische Werkleiter der Stadtwerke Traunreut, Wilhlem Helmdach, die geladenen Gäste und begann seine Rede mit den Worten „Was lange währt, wird endlich gut“: Helmdach blickte mit seiner Rede in die Vergangenheit.

Er berichtete von den Anfängen der Planung bis hin zur Fertigstellung. Das Grundstück auf dem die Stadtwerke nun errichtet wurden, wurde schon vor 19 Jahren gekauft. Mittlerweile ist es schuldenfrei. Das hat zwar bei der Finanzierung der Baumaßnahme geholfen, bei der Umsetzung des Neubaus haben sich die Stadtwerke allerdings schwer getan. Die Standortfrage war beispielsweise immer wieder ein Thema, die Ausrichtung der Baukörper oder auch die grundsätzliche Erwägung. Immer wieder habe dann aber auch das nötige Geld gefehlt. Ab 1995 mussten die Stadtwerke die Ertüchtigung der Kläranlage und des Kanalnetzes finanzieren, haben dann das neue Fernwärmenetz aufgebaut und gleichzeitig fleißig Schulden abgebaut.

Bevor die Stadtwerke jetzt ihren Finanzplan bis 2015 mit 18,4 Millionen Euro Investitionsvolumen verwirklichen, haben Sie den Neubau ermöglicht. Helmdach würdigte das Engagement und die Zusammenarbeit der Gäste und bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten, ob interne oder externe Mitarbeiter. Aber auch den Geschäftspartner in der Ver- und Entsorgungswirtschaft, die durch ihre gute Arbeit zum Erfolg der Stadtwerke beigetragen haben.

Einweihungsfeier bei den Traunreuter Stadtwerken

„Auf dem Grundstück mit 3.200 m² weist der Betriebshof mit der Fiberglasfassade eine Nutzfläche von 788 m² und das Bürogebäude von 511 m² auf. Mit der Segmentbauweise der Straßenführung angepasst haben wir eine optimale Grundstücksausnutzung erreicht. Wir haben überall gespart, wir glauben ohne Qualitätseinbußen, was gerade beim Bürogebäude durch die Gebäudeform nicht einfach war, und haben das genehmigte Investitionsvolumen um 7 Prozent, das heißt 3,86 Mio. Euro ohne Umsatzsteuer, unterschritten“, erklärte Helmdach. Der Neubau der Stadtwerke ist für die Zukunft von Traunreut eine wichtige Baumaßnahme zur Sicherung der Ver- und Entsorgung. Die Stadtwerke werden den Rund-um-die-Uhr-Service weiterhin sicherstellen, die über das Stadtgebiet verteilten Einrichtungen konnten durch den Neubau zusammengefasst werden. Die Betriebsabläufe sind effizienter und damit wird der Kostendruck auf die Gebühren gemildert.

Bürgermeister Parzinger erzählte zu Beginn seiner Rede von den vielen Diskussionen um den Neubau der Stadtwerke. Zunächst sei er skeptisch gewesen, ob die Segmentbauweise nicht zu teuer sei, allerdings war das der optimale Zuschnitt für das Areal (90-Grad-Segment). Er stellte fest, dass eine andere Bauweise den Innenhof als Nutzfläche sehr verringert hätte. Der Stadtwerke-Neubau ist somit ein moderner Bau, der ins Stadtbild der Stadt Traunreut passe. Als drittes Standbein der Stadtwerke - und somit große Herausforderungen für das Fernwärmenetz und den Ausbau – beschrieb der Bürgermeister das Geothermie-Projekt. Ebenfalls sprach Herr Bürgermeister Parzinger den Wasserpreis an. Abschließend Parzinger allen am Bau beteiligten Firmen und Büros und dem Architekturbüro Jobst für die gute Zusammenarbeit. „Mit dem Neubau haben die Stadtwerke ein Zuhause, um auch in Zukunft den Herausforderungen gerecht zu werden“, so Bürgermeister Parzinger abschließend.

Architekt Jobst erzählte vom Ablauf, von den ersten Gesprächen über den Neubau der Stadtwerke bis zum Einzug der Belegschaft in das fertige Gebäude. Er erzählte von den Schwierigkeiten der ersten Entwürfe, von den Genehmigungen bis hin zum Spatenstich und vom Baubeginn im Juni 2009. Er lobte die Einzigartigkeit des Neubaus und die positive Außenwirkung der Stadtwerke Traunreut.

Nachfolgend ergriff der Stellvertreter des Landrats, Josef Konhäuser, das Wort. Er lobte den Neubau der Stadtwerke und stellte fest, dass aufgrund der Größe der Stadt Traunreut ein solcher Neubau von Nöten sei, um weiterhin die einwandfreie Ver- und Entsorgung der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Die anstehende Energiewende nehme seiner Meinung nach in Zukunft einen großen Teil der Arbeit der Stadtwerke in Anspruch. Er wünschte für das Geothermie-Projekt in Traunreut viel Erfolg und ein gutes Arbeiten im neue Betriebs- und Bürogebäude.

re/Stadtwerke Traunreut

Quelle: chiemgau24.de

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