Bayerisch, russisch, orientalisch - laut!

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Traunreut - Die Kultur- und Jugendkulturtage endeten mit einem Musikevent der Extraklasse: Vait, Ivan Ivankovich und Django 3000 heizten den Besuchern nochmal ordentlich ein.

Kurz vor dem Ende der Oberbayerischen Kultur- und Jugendkulturtage gab es am Traunreuter Jugendzentrum (Juze) noch einmal ganz besondere akustische Leckerbissen. Den Auftakt machte die Rosenheimer Rock- und Pop-Band „VAIT“, dessen Frontmann und deutsch singender Liedermacher Ralf Vait Müller wieder einmal auf der Bühne liebte, wütete, träumte und ausgelassen lebte. Wie es im Leben so ist, will „VAIT“ auf nichts verzichten und nichts auslassen. Nichts verpassen wollten auch die eingefleischten Fans der Band, deren Musik und Texte das Leben schreiben und alle menschlichen Höhen und Tiefen widerspiegeln. Wie kein Zweiter versteht es Müller mit seinen Zuhörern zu kommunizieren, und zwar nicht nur mit Wörtern und Klängen, sondern auch mit seiner vielsagenden Gestik oder Mimik.

Nach diesem boarischen Hammer-Vorprogramm folgte fulminanter russischer Ska von „Ivan Ivanovich“. Ausgestattet mit E-Gitarren, Ziach, Schlagzeug, Saxophon, Horn und einprägsamer russischer Raucherstimme eroberten die sieben famosen Musiker schnell die Herzen des bunt gemischten Publikums. Doch bevor so richtig abgetanzt und ausgelassen gefeiert wurde, mussten erst noch die letzten Hemmschwellen überwunden werden. „Kommt noch ein paar mutige Schritte nach vorne zur Bühne, ja, noch ein paar…“, schallte es von der Bühne und wer sich nun immer noch nicht traute, wurde Opfer des Herdentriebs. Bereuen sollte dies keiner.

Nach den herausragenden Auftritten von „VAIT“ und „Ivan Ivanovich“ lag es nun am späten Abend an „Django 3000“ das Ganze mit einzigartigem Balkenbeat auf die Spitze zu treiben. Mit Gitarre, Geige, Schlagzeug, Kontrabass und einprägsamen Stimmen und „Einpeitschern“ verwandelten die vier Ausnahmekünstler den Bühnenvorplatz in eine zügellose Partymeile, der selbst die Security-Leute nur mit Mühe widerstehen konnten.

Musikalische Höhepunkte

Neben den musikalischen Höhepunkten

Für das leibliche Wohl sorgten der Edeka Klück mit herzhaftem Gegrilltem, die Schlossbrauerei Stein und die katholische Jugend Traunreut mit schmackhaften, alkoholfreien Cocktails. Nebenan wurde nicht nur Aufklärung in Sachen Aids und Drogen betrieben, sondern auch die Traunreuter Feuerwehr gab einen Einblick in ihre Arbeit. Immer wieder schauten Jung und Alt am schrottreifen Unfallwagen vorbei und sahen, zu was Alkohol am Steuer schlimmstenfalls führen kann. Man sei guter Hoffnung, heute den ein oder anderen Jugendlichen überzeugt zu haben, sich der Jugendgruppe anzuschließen, denn wenn sich das Nachwuchsproblem nicht lösen lasse, sehe es in zehn Jahren schlecht aus, so die Floriansjünger.

„Wir sind absolut zufrieden mit dem Verlauf der Oberbayerischen Kultur- und Jugendkulturtage“, resümierte zu später Stunde ein junger Vertreter des Bezirksjugendrings, der selbst eine Vielzahl der rund 120 Veranstaltungen besuchte hatte. Die Besucherzahlen hätten seine Erwartungen übertroffen, denn die Veranstaltungen seien erstmals über einen ganzen Landkreis verstreut gewesen. Organisatorisch sei das alles nicht so einfach gewesen, deshalb schätze er, dass bei der laufenden Ausschreibung für die Oberbayerischen Kultur- und Jugendkulturtage 2015 wieder eine Stadt und kein Landkreis das Rennen machen werde. Traditionell gebe es in den beiden Jahren nach den Kulturtagen in den Austragungsstädten noch einmal „kleine Kulturtage“, erzählte er und verwies auf seine Heimatstadt Eichstätt, wo die Oberbayerischen Kultur- und Jugendkulturtage 2011 über die Bühne gingen.

mmü

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © mmü

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