Bürgerinitiative gegen Freibad-"Sauerei"

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Traunreut - Wegen einer Beckensanierung will der Stadtrat das Freibad bis August 2015 geschlossen halten - dem Kioskbetreiber wurde bereits gekündigt. Nun formiert sich eine Bürgerinitiative.

"Wir gehen motiviert ans Werk. Ich weiß, dass sehr sehr viele Traunreuter hinter uns stehen. Wir werden täglich auf diese Sauerei angesprochen" - es steckt viel Herzblut in der Angelegenheit um das Traunreuter Freibad, das merkt man Birgit Püschl an. Sie ist eine der Initiatorinnen der Bürgerinitiative, die ab morgen unterschrieben werden kann. Das Bad soll auch während der Sanierungen im nächsten Jahr geöffnet bleiben!

Der Hintergrund: Im Traunreuter Schwimmbad gehört das Nichtschwimmerbecken saniert, pünktlich zum Saisonbeginn 2015 sollten die Arbeiten abgeschlossen sein. Doch da die Angebote weit über den Kostenplanungen lagen, mussten die Maßnahmen neu ausgeschrieben werden - der Zeitplan verschob sich nach hinten. Der Stadtrat sah keinen Ausweg mehr und sprach sich für eine Schließung des gesamten Freibades aus, bis die Sanierung beendet ist - und das wird sich aller Voraussicht nach hinziehen: In den Monate Mai, Juni und Juli würden die Traunreuter dann auf dem Trockenen sitzen.

Dem Kioskbetreiber wurde schon gekündigt

Auch dem Kioskbetreiber droht durch die Sanierung während der Badesaison das Aus. Für die Monate während des Umbaus wurde Pächter Michael Hempel bereits gekündigt - nun sucht er händeringend nach einem neuen Objekt. Stolze 16 Jahre war er "im Amt". Im Oktober sammelte er bereits um die 1.000 Unterschriften und übergab sie Bürgermeister Klaus Ritter. Erfreut war man im Rathaus nicht, an den gefällten Beschlüssen wollte der Stadtoberste nicht rütteln: Die Sicherheitsbedenken überwiegen, wenn einzig das Schwimmerbecken benutzbar ist.

Nach 1.400 Unterschriften soll der Bürgerentscheid kommen

"Nicht jeder Traunreuter hat schließlich die finanzielle, zeitliche oder gesundheitliche Möglichkeit auf Seen oder andere Schwimmbäder auszuweichen", so die Initiatoren. Das Schwimmbad soll als Freiraum und Treffpunkt während des ganzen Sommers geöffnet haben. 1.400 Unterschriften sollen jetzt in der Bürgerinitiative "Pro Freibad" gesammelt werden - man peilt trotzdem 2.000 Stimmen an. Unterschriftenlisten liegen im Ortsgebiet aus. Bis 30. November sollten die Unterschriften unter Dach und Fach sein, danach kann ein Bürgerentscheid in die Wege geleitet werden.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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