Traunbrücke: Ramsauer setzt ersten Bohrpfahl

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Traunstein - Der feierliche Baubeginn der Trauntalbrücke erfolgte am Dienstag im Bereich des westlichen Widerlagers mit dem Setzen des ersten Bohrpfahles durch Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer.

Die 4,5 km lange Umgehung von Traunstein im Zuge der B 304 ist seit August 2007 in Bau. Die 385 m lange Trauntalbrücke überspannt das Trauntal und kreuzt dabei eine Gemeindeverbindungsstraße, einen Wirtschaftsweg, sowie die Traun mit einem Altwasserweg. Das Trauntal weist neben Kiesbänken, Altwassern, der Hartholzaue und gut struktuierten Leitenwäldern eine beachtenswerte Artenvielfalt auf. Daher wird es gerne von den Traunsteinern als Naherholungsgebiet genutzt.

Offizieller Baubeginn für die Traunbrücke

Alle Ingenieurbauwerke (8 Brücken und 1 Tunnel) im Zuge der Orstumgehung weisen ein einheitliches Erscheinungsbild auf. Grundlage hierfür ist das gemeinsam von den Bereichen Hoch- und Straßenbau des Staatlichen Bauamts Traunstein erarbeitete Gestaltungshandbuch. Es wurde eine Gestaltung für die Trauntalbrücke erarbeitet, die den Ansprüchen an den Talraum sowie den unterschiedlichen Nutzungen genügt. Dabei wurde ein besonderer Augenmerk auf die Ästhetik, Dauerhaftigkeit, Festigkeit und Funktionsfähigkeit sowie die Wirtschaftlichkeit gelegt.Ein wichtiger Bestandteil der Brückengestaltung ist die Ausbildung der Pfeiler als V-Stützen. Hierdurch ergibt sich eine gleichmäßige Stützweitenaufteilung sowie kleinere Stützweiten. Es können die Flussufer geschont und die Eingriffe in schützendswerte Bereiche durch die geringere Pfeileranzahl vermindert werden. Zudem erhält der Brückenüberbau ein gleichmäßeriges und schlankeres Erscheinungsbild.

Spatenstich Traunbrücke

Bauablauf:

Der Bauablauf kann in 4 Hauptbauphasen unterteilt werden.

Die Bauphase 1 umfasst den Bau der Pfahlgründung sowie der Pfeiler- und Widerlagerfundamente. Daneben werden vorbereitenden Arbeiten für die Montage der Stützen durchgeführt.

Die Bauphase 2 gliedert sich in die Herstellung der Brückenwiderlager und der Pfeilersockel. Im Anschluss erfolgt der V- und Vertikalstützen

Die Bauphase 3 werden die Stahllängs- und Stahlquerträger mit einem Spezialkran eingehoben und montiert sowie die Fahrbahnplatte aus Betonfertigteilen über die gesamte Brückenlänge von 385 m verlegt.

Die Bauphase 4 werden die Betonfertigteile durch eine Ortbetonfahrbahnplatte monologisch miteinander verbunden. Im Anschluss erfolgt der Einbau der Abdichtung, der Schutzschicht und der Deckschicht. Um das Brückenbauwerk fertig zu stellen, müssen noch die Entwässerungs- und die Schutzeinrichtungen sowie die Geländer eingebaut werden.

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © karpf

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