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Michael Schulte fährt zum ESC 2018 - das Netz spottet über Entscheidung

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Schuldenstand wird Millionengrenze unterschreiten

Surberger Haushalt mit 8,4 Millionen Euro beschlossen

Surberg - Den Haushalt 2018 mit einem Volumen von insgesamt 8,4 Millionen Euro verabschiedete der Gemeinderat Surberg. Der Verwaltungshaushalt schließt mit einem Umfang von rund 5,56 Millionen Euro ab. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von etwas mehr als vier Prozent oder 218 000 Euro.

Der Vermögenshaushalt beträgt knapp 2,86 Millionen Euro. Gegenüber 2017 bedeutet dies eine deutliche Steigerung von ca. 53 Prozent oder 992 000 Euro. Genehmigt wurden ebenso der Finanzplan und das Investitionsprogramm 2019 bis 2012 sowie der Stellenplan 2018. 

Die Einnahmen im Verwaltungshaushalt seien deshalb erfreulich, weil die Steuereinnahmen so hoch seien, stellte Bürgermeister Josef Wimmer fest. Beim Einkommensteueranteil rechnet Kämmerer Georg Wadispointner mit Mehreinnahmen von 213 000 Euro (zwölf Prozent). Die Schlüsselzuweisungen erhöhen sich um 35 000 Euro. Um insgesamt 20 000 Euro nehmen die Einnahmen bei den Zuschüssen für die Schülerbeförderung und die Förderbeiträge der Kindertageseinrichtung zu. 

Erhöhung bei den Personalausgaben

Auf der Ausgabenseite kommt es zu Erhöhungen bei den Personalausgaben von 99 000 Euro (6,25 Prozent), bei der Kreisumlage von 70 000 Euro (4,9 Prozent), bei der Beteiligung an der Kläranlage der Stadt Traunstein von 10 000 Euro (11,1 Prozent) sowie bei Schulumlagen und Förderbeiträgen für Kindertagesstätten von 36 000 Euro (22,8 Prozent). 

Mit Minderausgaben von 6000 Euro (22,2 Prozent) rechnet die Gemeinde bei den Zinsen. Für den sächlichen Verwaltungsaufwand werden 49 000 Euro (4,5 Prozent) weniger ausgegeben. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt wird in diesem Jahr voraussichtlich 668 000 Euro betragen. Dies bedeutet gegenüber dem Ansatz von 2017 eine deutliche Erhöhung von 210 000 Euro (45,9 Prozent). „Die gesetzlich vorgeschriebene Mindesthöhe der Zuführung zum Vermögenshaushalt von 179 000 Euro wird damit deutlich überschritten“, erklärte der Bürgermeister. 

Unterdeckung von rund 213 400 Euro bei den Kindertageseinrichtung

Die Mindestzuführung muss der im jeweiligen Haushaltsjahr veranschlagten ordentlichen Tilgung von Krediten entsprechen. Bei der Abwasserbeseitigung wird 2018 mit einer Kostendeckung gerechnet. Bei der Kindertageseinrichtung stehen dagegen Ausgaben von 778 900 Euro lediglich Einnahmen von 565 500 Euro gegenüber, was eine Unterdeckung von rund 213 400 Euro oder 1482 Euro pro Kind ergibt. 

Die Einnahmen des Vermögenshaushalts ergeben sich im Wesentlichen aus der Zuführung vom Verwaltungshaushalt (668 000 Euro), Zuwendungen des Landes für den ländlichen Straßenausbau (374 000 Euro), Entnahmen aus den Rücklagen (394 000 Euro), Zuwendungen des Landes zur Breitbanderschließung (346 000 Euro), Erschließungsbeiträge zur Erschließung der Sailerstraße, Thanner Straße und des Waldwegs (195 000 Euro), Zuwendungen des Landes zum Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Wüstenreit (177 000 Euro), der Investitionspauschale (126 000 Euro), der Zuweisung des Landes für den Ausbau am Kindergarten (75 000 Euro). 

Ländlicher Straßenbau und Breitbanderschließung 

Als wesentliche Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen sind 2018 unter anderem der ländliche Straßenbau (575 000 Euro), die Breitbanderschließung (423 000 Euro), der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Wüstenreit (355 000 Euro), die Erschließung der Sailer Straße, der Thanner Straße und des Waldwegs (523 000 Euro), der Umbau des Trachtenraums (177 000 Euro) und der Straßenleichtausbau (150 000 Euro) vorgesehen. Der Stand der Allgemeinen Rücklage betrug nach der Zuführung von 409 000 Euro Ende 2017 1,6 Millionen Euro. 

Im laufenden Jahr ist eine Entnahme von 394 000 Euro geplant, so dass der voraussichtliche Stand am 31. Dezember 2018 bei 1,2 Millionen Euro liegen wird. Außerdem hat die Gemeinde Surberg einen Bausparvertrag, dessen Guthaben am Jahresende 167 000 Euro ausweisen wird. Erfreut zeigte sich Bürgermeister Wimmer über die Entwicklung der Schulden. 

Keine Neuverschuldung seit 2006

Seit dem Schuldenhöchststand 2006 von knapp über drei Millionen Euro habe es keine Neuverschuldung mehr gegeben. Im Gegenteil hat die Gemeinde die Schulden im Jahr durchschnittlich um 200 000 Euro abgebaut, sodass der Schuldenstand Ende 2017 bei 1,1 Millionen Euro lag. Für 2018 ist eine weitere Schuldentilgung von rund 180 000 Euro vorgesehen. Der Schuldenstand wird dadurch die Millionengrenze (928 000 Euro) unterschreiten. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 378 Euro. Damit liege die Gemeinde Surberg unter dem Landesdurchschnitt, betonte Wimmer.

Bjr

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Daniel Reinha

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