Ein Traum wird Wirklichkeit

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Gewannen die Sympathie der rund 100 Besucher im Casablanca-Kino: Schauspielerin Anne Schäfer (links) und Regisseurin Hannah Schweier haben ihren Film "Cindy liebt mich nicht" vorgestellt.

Traunstein - Ihren Film "Cindy liebt mich nicht" haben die beiden Ex-Chiemingerinnen Hannah Schweier und Anne Schäfer in Traunstein vorgestellt. Mit der Produktion erfüllten sie sich einen lang gehegten Jugendtraum.

Die Handlung des ersten Langfilms der Regisseurin ist eine Liebesgeschichte mit einer Dreiecksbeziehung nach dem gleichnahmigen Roman von Jochen-Martin Gutsch und Juan Moreno. Zwei Männer um die 30 und grundverschieden: Franz, Barkeeper im "Cindy liebt mich nicht", und David, Referendar bei der Staatsanwaltschaft, haben beide gleichzeitig eine Liebesgeschichte mit einer jungen Frau, ohne von dieser Dreiecksbeziehung zu wissen. Maria ist eine besondere Frau, die jedem genau das gibt, was er zu brauchen scheint, und doch ganz in ihrer eigenen Welt lebt. Als sie mit einem Mal verschwindet, treffen die beiden Männer aufeinander. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Maria und erfahren dabei nicht nur Erstaunliches über die Frau, sondern auch über sich selbst.

„Heimspiel“ in Traunstein

Gewannen die Sympathie der rund 100 Besucher im Casablanca-Kino: Schauspielerin Anne Schäfer (links) und Regisseurin Hannah Schweier haben ihren Film "Cindy liebt mich nicht" vorgestellt.

Nachdem „Cindy liebt mich nicht“ viel beachtet bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin in der Reihe „Perspektive deutsches Kino“ vorgestellt wurde, ist der Film nun in 25 Städten zum Kinostart am 10. Juni in ganz Deutschland angelaufen. Traunstein ist dabei unter großen Metropolen wie Berlin, Frankfurt, Hamburg und München zu finden. 800.000 Euro habe der Film gekostet, wobei hier nur die fixen Kosten beglichen wurden. Ein finanzieller Gewinn ist der Film für die Beteiligten bisher nicht gewesen, da auch sie mit den Einnahmen bisher nur ihre Unkosten hätten decken können. „Für uns ist der heutige Abend aufregender als die Berlinale weil es keine Bewertung durch ein Fachpublikum ist, sondern ein in Kontakttreten mit dem 'echten' Publikum für das ich Filme machen will“ macht Schweier klar, dass die Vorstellung des Films in Traunstein für Beide etwas ganz Besonderes sei. Dazu trugen auch viele Bekannte und Freunde aus der gemeinsamen Schulzeit in Ising bei und auch so mancher Ex-Lehrer der Beiden war im Publikum vertreten.

ZDF als Förderer

"Der Film wurde von Menschen gemacht, die ihre ganze Energie in die Produktion steckten“ so Schweier. Produziert wurde er als Co-Produktion für die ZDF Serie „Das kleine Fernsehspiel“. Der Einstieg des Öffentlich-rechtlichen Fernsehens hätte die Sponsorensuche für die Finanzierung deutlich erleichtert. Das ZDF habe sich mit 200.000 Euro an der Produktion beteiligt. Drei Jahre hätten sie an dem Film gearbeitet führt sie aus. Insgesamt habe man 33 Tage gedreht. Fünf Tage in der Woche habe man gedreht. „Dann einen Tag schlafen“ beschreiben die Beiden die Anstrengung beim Filmdreh.

„Schauspiel ist Handwerk“

Filmplakat

"Schauspielen ist Handwerk. Das hat sehr viel mit Kontrolle zu tun und es geht natürlich um Präzision“ so Schäfer, die in München lebt und als Schauspielerin arbeitet. Ob es einen Nachfolgefilm zu „Cindy liebt mich nicht“ gibt ließen die Beiden offen: „Man braucht ein starkes Herz für einen Film“ so Schweier und ergänzte „aber wir sind auf der Suche nach einem neuen Projekt.“ Für den Film hat sich inzwischen eine kleine Fangemeinde gebildet, wie die vielen positiven Kritiken in Internetgästebüchern und auf der Webseite Facebook zeigen. In Traunstein sind an diesem Abend eine Reihe von neuen Fans dazugekommen, die sich sowohl über den Film sehr positiv äußerten, aber auch von der lockeren und unkomplizierten Art der beiden Filmmacherinnen begeistern ließen. Der Film ist 15.15 Uhr, 16.45 Uhr, 18.40 Uhr und 20.15 Uhr im Casablanca zu sehen.

awi

Quelle: chiemgau24.de

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