Sind die Chiemgauer Alpen in akuter Gefahr?

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Traunstein - Nachdem sich der Landtag bereits mit der Problematik der Almwirtschaft auseinandergesetzt hatte, befasste sich auch der Arbeitskreis Tourismus der CSU im Landkreis Traunstein mit diesem brisanten Thema.

Landtagsabgeordneter Klaus Steiner und der Vorsitzende des Landschaftspflegeverbandes Markus Fröschl machten im Gespräch auf der Alm einleitend klar, dass sie wegen der Änderung des Waldgesetzes eine große Gefahr sähen, dass die Bewirtschaftung der Almen in den bayerischen Alpen künftig nicht mehr möglich sei.

Es sei ein großer Irrglauben, wenn Naturschutzorganisationen davon sprächen, dass durch das neue Gesetz 7000 Hektar Schutzwald geopfert würden, so Steiner. Vielmehr sei vorgesehen, die heimischen Almen künftig als Wald aufzuführen. Dies führe jedoch zu einer großen Einschränkung der Almbauern in ihren Möglichkeiten, ergänzte Georg Klauser.

Sigi Walch, Vorsitzender des Arbeitskreises betonte, dass die Alm als Wirtschaftsraum der Landwirte aber auch als Kulturgut unseres Voralpenlandes auch für die Zukunft erhalten werden müsse.

Die Fraktion der CSU im Bayerischen Landtag hatte die Bedeutung der Alwirtschaft bereits erkannt und einen entsprechenden Antrag zur Sicherstellung der Möglichkeiten eingebracht.

Ein weiteres, großes Problem sieht Klaus Steiner mit dem EU-Anbindeverbot auf die Almbauern zukommen. So hob der Landwirt hervor, dass es in der Umsetzung vor allem auf den Almen Schwierigkeiten geben werde.

Nach der Feststellung der Probleme waren sich die Anwesenden Politiker schnell einig, dass gerade im Bereich der Almwirtschaft großer Handlungsbedarf besteht. Von der Bewirtschaftung der Almen hinge gerade in unserer Chiemgauer Landschaft auch der Tourismus maßgeblich ab, so Walch. Hier müsse der Problematik oberste Priorität eingeräumt und auf bürokratische und rechtliche Umwege verzichtet werden.

Um dies sicherzustellen wird der Arbeitskreis Tourismus zeitnah einen Antrag zur Sicherung der heimischen Almwirtschaft bei der bayerischen Staatsregierung einbringen. Gleichzeitig müsse jedoch auch versucht werden, den Almbauern bereits jetzt jedmögliche Unterstützung zukommen zu lassen, so Bezirksrat Markus Fröschl abschließend.

Magdalena Haas

Quelle: chiemgau24.de

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