Das Unternehmen klärt auf

"Kurze Haltbarkeit" von Getränken der Petrusquelle?

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    Julia Grünhofer
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Siegsdorf - Das Mindesthaltbarkeitsdatum der Getränke der Siegsdorfer Petrusquelle soll in regionalen Geschäften nicht besonders lange sein, so eine Leserin. Kann Wasser denn schlecht werden? 

"Mineralwasser hält sich meines Wissens nach fünf Jahre, Fruchtschorlen und Mischgetränke drei Jahre. Wenn man in lokalen Geschäften Getränke der Siegsdorfer Petrusquelle kauft, befinden sich diese in der Regel bereits wenige Wochen oder wenige Monate vor dem Ablaufdatum. Meine Frage: Wo stehen die Getränke all die Jahre und warum wird offensichtlich zu viel produziert?", so eine Leserin über das Meldeportal "Pinweis".

Ein Ablaufdatum steht auf jeder im Handel verkäuflichen Flasche, ob Wasser, Saft oder Mischgetränk. Aber ist das überhaupt nötig oder hält sich Wasser wie viele behaupten wirklich "für immer"? 

Wie lange hält sich Wasser?

Wasser enthält weder Eiweiß noch Zucker, enthält dementsprechend nichts, das verrotten könnte. Ungeöffnete Flaschen lassen zudem keine Luft an das Wasser, dadurch kommen auch keine schädlichen Mikroben oder Bakterien in das Wasser, die es ungenießbar machen könnten.

"Bei Mineralwasser gibt es eigentlich gar keine gesetzlichen Vorschriften bezüglich Mindesthaltbarkeitsdatum", meint auch die Siegsdorfer Petrusquelle auf unsere Anfrage. Bei ihnen gilt: 24 Monate Mindesthaltbarkeitsdatum bei Glasflaschen, zwölf Monate bei PET-Flaschen, neun Monate bei Süßgetränken. Wie kommt es dann zu manchmal kurzen Mindesthaltbarkeitsdaten in den Geschäften?

"Es wird nicht zu viel von uns produziert, aber da wir unsere Produkte nicht selbst an die Getränkemärkte ausliefern, sondern dies über Getränkefachgroßhändler geschieht, haben wir leider keinen Einfluss darauf, wo und wie lange diese bei den Getränkefachhändlern gelagert werden", so die Petrusquelle-Verwaltung. Möglich, dass hier die Ware oft länger steht - die Außendienstmitarbeiter hätten bei den Kundenbesuchen in den Getränkemärkten jedenfalls ein Auge auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. 

Und was bedeutet dann das Datum auf der Flasche?

Laut Tafelwasserverordnung müssen Hersteller ein Mindesthaltbarkeitsdatum angeben. Dadurch sichern sie sich auch rechtlich ab. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist aber strenggenommen kein Verfallsdatum, also auch nach diesem Datum kann Wasser noch unbesorgt getrunken werden. Laut "Informationszentrale Deutsches Mineralwasser" ist Wasser in Glasflaschen praktisch unbegrenzt haltbar. Nur Plastikflaschen können mit der Zeit CO2 und Sauerstoff durch die Flaschenwand lassen und dadurch verändert sich nur der Geschmack. 

So funktioniert Pinweis

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tz/jg/xe

Quelle: chiemgau24.de

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