Kontrolle: Paketbote bricht in Tränen aus

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Siegsdorf  - Am Sonntagnachmittag stoppte die Verkehrspolizei auf der A8 einen völlig überladenen Lkw. Es stellte sich heraus: Der Fahrer liefert Pakete von Irland nach Rumänien.

Am 19. Oktober, gegen 14.30 Uhr, wurde auf der Autobahn, Höhe Siegsdorf, ein irischer Lkw mit Anhänger kontrolliert. Hier wurde festgestellt, dass das mitgeführte Auto viel zu groß für den Anhänger war, auf dem es stand. Dadurch war der Anhänger völlig falsch beladen und das Auto konnte nicht richtig gesichert werden.

Des weiteren war die Auflaufbremse des Anhängers defekt und ohne jede Wirkung. Da der 37-jährige Fahrer mehrere Formulare über bezahlte Sicherheitsleistungen im Fahrzeug hatte, wurde die Kontrolle noch intensiviert und es wurde festgestellt, dass er einen Paketdienst von Irland nach Rumänien unterhielt. Er liefert, gegen Bezahlung, Päckchen von Irland nach Rumänien. Der Fahrer bestritt dies anfänglich, dann wurden jedoch ein kleines Büchlein mit Adressen und Geldbeträge gefunden. Die Beweislast wurde so erdrückend, dass er dann doch unter Tränen einräumte, gewerblichen Güterverkehr durchzuführen.

Da das Fahrzeuggespann auch noch deutlich überladen war, musste er vor der Weiterreise nicht nur die Bremse richten, sondern noch rund eine Tonne Gepäck ausladen. Für den gewerblichen Güterverkehr hätte er ein Kontrollgerät benötigt, damit die Lenk- und Ruhezeiten hätten aufgezeichnet werden können. Dies fehlte ebenfalls.

Der rumänische Fahrer konnte Bekannte aus Linz anrufen, die ihm beim Umladen der Ladung behilflich waren. Nach Reparatur und richtiger Beladung des Anhängers konnte er nach Hinterlegung einer vierstelligen Sicherheit die Weiterfahrt fortsetzen.

Pressemeldung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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