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Auch Aktion bei Kathrein

IG Metall rief am Donnerstag zu Warnstreik in Siegsdorf auf

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Siegsdorf - Nach ersten Aktionen am Dienstag und Mittwoch führt die IG Metall am Donnerstagnachmittag erstmals einen Warnstreik in der Region durch. In der nächsten Woche sollen weitere folgen. 

Update, Freitag 6.20 Uhr: 

Am Donnerstag fand, wie angekündigt, der Warnstreik der IG Metall bei der Firma ECOLAB Engineering statt. Daran nahmen laut IG-Metall-Bevollmächtigtem Jochen Hafner 150 Personen teil. Eine Sprecherin des Unternehmens teilte rosenheim24.de dagegen mit, nur 40 Mitarbeiter hätten sich beteiligt. Darüber hinaus seien noch weitere 50 Personen von der IG Metall dazugekommen.

Mit einer erneuten Ausweitung der Warnstreiks hat die IG Metall Bayern, laut der Deutsche Presse-Agentur GmbH (dpa),  am Donnerstag ihre Forderungen im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie untermauert. Bayernweit beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben bis zum Nachmittag fast 20.000 Beschäftigte an Arbeitsniederlegungen. Alleine in Nürnberg traten rund 5000 Beschäftigte befristet in den Ausstand, zu weiteren Aktionen bei Bosch in Bamberg und BMW in Regensburg wurden am Abend nochmals mehrere tausend Teilnehmer erwartet.

In München bekräftigte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann bei einer Protestaktion im Forschungs- und Innovationszentrum von BMW noch einmal die Forderungen der Gewerkschaft und rief die Arbeitgeber dazu auf, sich in dem Tarifstreit zu bewegen. "Kommt endlich in Trab, lehnt Euch nicht weiter zurück!", sagte der Gewerkschaftschef vor mehreren hundert Beschäftigten des Autobauers.

In Böblingen nahe Stuttgart kamen Arbeitgeber und IG Metall am Nachmittag zur dritten Verhandlungsrunde für die Branche in Baden-Württemberg zusammen. Die bayerischen Tarifparteien verhandeln am Montag in Nürnberg weiter. In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie arbeiten etwa 835 000 Beschäftigte - gut die Hälfte davon in tarifgebundenen Betrieben. An diesem Freitag sollen die Aktionen fortgesetzt werden, ein Schwerpunkt wird dann das BMW-Werk in Dingolfing sein, wie ein IG-Metall-Sprecher sagte.

Landesweit waren am Donnerstag in Bayern Beschäftigte in 79 Betrieben aufgerufen, vorübergehend die Arbeit ruhen zu lassen. Bayerns IG-Metall-Bezirkschef Jürgen Wechsler sagte: „Mit der IG Metall wird es nur eine Paketlösung geben, die alle drei Elemente beinhaltet: eine satte Entgelterhöhung, den Anspruch auf kurze Vollzeit und einen Entgeltzuschuss.“

hs mit Material der dpa

Der Vorbericht, Donnerstag, 6.30 Uhr:

Am Dienstag und Mittwoch hatte es zunächst nur sogenannte verlängerte Brotzeiten in Betrieben in der Region gegeben. Dabei wurden diese von 15 auf 45 Minuten verlängert und die Mitarbeiter in dieser Zeit über die Forderungen der IG Metall informiert. Am Donnerstag folgt allerdings ab 14.30 ein Warnstreik bei der Firma Ecolab Engineering GmbH in Siegsdorf. Die Mitarbeiter gehen für eine halbe Stunde auf die Straße und auch eine halbe Stunde früher nach Hause.

Bei Kathrein belässt man es auf Grund der angespannten Geschäftslage bei einer erneuten verlängerten Brotzeit, dies allerdings in vier Werken. "Darüber hinaus planen wir in der nächsten Woche Warnstreiks und Aktionen in der gesamten Region", erklärte Jochen Hafner von der IG Metall Rosenheim der Redaktion am Dienstag.

Verhandlungen am Donnerstag und am 15. Januar

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn sowie das Recht auf eine vorübergehende Arbeitszeitverkürzung auf 28 Stunden pro Woche. Die Arbeitgeber haben eine Einmalzahlung für drei Monate und danach zwei Prozent mehr Lohn für ein Jahr angeboten. Zudem wollen sie die Arbeitszeit auch weit über 35 Stunden hinaus verlängern können.

Das lehnen die Arbeitgeber kategorisch ab. Sie haben bisher Lohnzuwächse von zwei Prozent und eine Einmalzahlung angeboten sowie eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten nach oben verlangt. Die dritte Verhandlungsrunde für die Branche beginnt am Donnerstag in Baden-Württemberg. Die bayerischen Verhandlungspartner folgen am 15. Januar in Nürnberg. In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie arbeiten rund 835 000 Beschäftigte. Davon sind 475 000 in tarifgebundenen Betrieben beschäftigt, die Mitglied des Arbeitgeberverbandes vbm sind.

Quelle: chiemgau24.de

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