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Ganze 40 Minuten für Ortsdurchquerung

17.000 Autos am Tag: Siegsdorf ächzt unter Verkehrschaos

17000 Fahrzeuge müssen wegen der Umleitung nun täglich durch das Siegsdorfer Ortszentrum, wo es zu langen Staus kommt.
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17.000 Fahrzeuge müssen wegen der Umleitung nun täglich durch das Siegsdorfer Ortszentrum, wo es zu langen Staus kommt.

Keiner reißt sich um Baustellen, aber nötig sind sie doch. So auch in Siegsdorf: Dort braucht es derzeit viel Geduld. Warum es auch mal 40 Minuten durch den Ort dauern kann – die Hintergründe.

Siegsdorf – 17.000 Autos fahren täglich durch Siegsdorf, so die Auskunft der Gemeinde. Darunter sind viele Urlauber, die in Richtung Zell am See unterwegs sind, aber auch Tagesausflügler durchqueren den Ort auf dem Weg in die Berchtesgadener oder Loferer Berge. Im Moment wird das Ortszentrum zum Nadelöhr. Denn die Bundesstraße 306 wird zwei Wochen lang saniert und komplett gesperrt. Sämtliche Autos und Lkw quälen sich nun durch die schmalen Straßen im Ort.

Hintergrund sind laut Staatlichem Bauamt Traunstein Risse, Spurrinnen und Verformungen auf der B306 zwischen dem Siegsdorfer Ortsteil Heutau und der Autobahn. Dort wird der Asphalt in zwei Schichten komplett erneuert: Dabei wird der bestehende Asphalt zwölf Zentimeter abgefräst und eine neue Asphalttragschicht und Asphaltdeckschicht aufgebracht.

In der ersten Bauphase bis Montag, 8. Juli, ist gerade das verkehrstechnisch heikle Stück von der Autobahnabfahrt Siegsdorf/Traunstein bis zum Kreisverkehr am Siegsdorfer Ortsrand gesperrt. Dort trennt sich der Verkehr in Richtung Inzell sowie in Richtung Ruhpolding. Nach wie vor ist eine Auffahrt in Richtung München möglich, für diejenigen, die von Traunstein aus kommen, so die Auskunft von Franz Biermaier, technischer Leiter im Bauamt Siegsdorf. Anlieger kommen jedoch nach wie vor zu ihren Häusern.

Über Umwege ins Schwimmbad

Nahezu abgeschnitten ist jedoch für viele Siegsdorfer das Schwimmbad. Zwar kann der Parkplatz an der Traun erreicht werden, aber eben nur über die Bundesstraße von Traunstein aus oder über den Ortsteil Wernleiten. Benjamin Fuhrmann hat die Siegsdorfer Schwimmbar im frisch sanierten Freibad gepachtet. Für ihn ist die Baustelle jedoch nicht existenzbedrohend: „Unser Hauptgeschäft sind Radler und Wanderer.“

Zudem sei der Parkplatz erreichbar, außerdem kommen die meisten Siegsdorfer Kinder und Familien ohnehin mit dem Radl. Fuhrmann sieht es gelassen: „Man kommt her, aber es ist halt mit Umstand verbunden.“ Am Montag habe er selbst auch satte 40 Minuten mit dem Auto von der Volksbank im Ortszentrum bis zum Schwimmbad gebraucht.

Viele Autofahrer haben noch die chaotischen Zustände bei der Sanierung der B306 zwischen Traunstein und Siegsdorf vor zwei Jahren in Erinnerung. Damals war es zu komplett verstopften Straßen und langen Staus gekommen, bis das Staatliche Bauamt schließlich für Abhilfe sorgte.

Behörden haben früh informiert

Fuhrmann zeigt sich zufrieden, wie es heuer gelaufen ist: „Wir wurden vorab informiert, und es gab überall Schilder. Wir wussten, was auf uns zukommt.“ Dennoch räumt er ein, dass er sich Gedanken mache ums Geschäft. Das sei jetzt aber in erster Linie bedingt durch das Wetter und dass die Schule in Bayern wieder angefangen habe.

Damit es zu keinen Staus auf der Autobahn kommt, weisen Schilder darauf hin, dass Verkehrsteilnehmer, die in Richtung Traunstein wollen, in Grabenstätt oder in Bergen abfahren. An der Anschlussstelle Siegsdorf West ist derzeit eine provisorische Ampelanlage installiert.

Ampel an Engstelle

Zudem wird im Ortszentrum der Verkehr mit einer temporären Ampel reguliert. So wolle man vermeiden, dass der Verkehr den Ort verstopfe, erklärt Biermaier. Eng ist es im Ortszentrum, gerade an der Stelle, wo die Straße in Richtung Ruhpolding abzweigt. „Wenn da einer nicht die Ideallinie trifft, dann kommt es schnell mal zu Stau“, sagt der Verwaltungsmitarbeiter. Der Zeitpunkt sei bewusst gewählt und mit der Gemeinde abgestimmt: „Nach den Pfingstferien und vor den bayerischen Sommerferien.“

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