Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Feuerwehr, DLRG, Rettungskräfte vor Ort

200 Helfer im Einsatz für das Leben - So war der große Übungstag in Siegsdorf

Eine Übungsannahme: Bei einem Betriebsunfall wird eine Person mit den Beinen unter der Schaufel eines Laders eingeklemmt. Feuerwehr und Rettungskräfte befreien sie.
+
Eine Übungsannahme: Bei einem Betriebsunfall wird eine Person mit den Beinen unter der Schaufel eines Laders eingeklemmt. Feuerwehr und Rettungskräfte befreien sie.

Rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehren sowie Hilfs- und Rettungsdiensten übten am Samstag in Eisenärzt und Umgebung an verschiedenen Notfallszenarien die Zusammenarbeit und das koordinierte Vorgehen. Das haben sie dabei erlebt.

Siegsdorf - Der Übungstag bildete den Auftakt zur Feuerwehr-Aktionswoche, zu der auch im Landkreis Traunstein unterschiedlichste Aktionen stattfinden, mit denen auf die große Bedeutung der Feuerwehren für die Gefahrenabwehr und den Katastrophenschutz sowie auf das wertvolle Potenzial des Ehrenamtes im Feuerwehrdienst aufmerksam gemacht wird.

Gut, wenn mansich schon kennt

„Den Übungstag könne man auch unter das Motto „3 K – Krise, Köpfe, Kennen“ stellen“ erklärte Georg König, Kreisbrandinspektor im Inspektionsbereich Traunstein Land 2, deren Feuerwehren an der Großübung mitwirkten. „Es ist von großem Vorteil, wenn man sich vorher schon mal gesehen und zusammengearbeitet hat, dann ist im Einsatz und Ernstfall vieles leichter“, so König.

Einander Kennenlernen und die Zusammenarbeit stärken – das wurde an acht verschiedenen Stationen trainiert. Klaus Pertl, Erster Kommandant der Feuerwehr Eisenärzt und Ausrichter der Übung, erläuterte, dass nur Unfallszenen vorbereitet und nachgestellt wurden, die im Einsatzalltag der Feuerwehren am häufigsten vorkommen und keine ungewöhnlichen und seltenen Schadensereignisse.

Übung: Schwerverletzter Radfahrer

Geübt wurde die Rettung eines verunglückten Radfahrers, der in den Dießelbach gestürzt war und schwerverletzt liegen blieb. Keine leichte Aufgabe für die Floriansjünger den Verunglückten von der Unfallstelle über unwegsames Gelände und einen steilen Hang hinauf zu retten. Bei einer weiteren Station, in einem Waldstück am Zinnkopf wurde ein Forstunfall in Szene gesetzt. Eine Person wurde unter einem Baumstamm eingeklemmt und musste von den Einsatzkräften von Bergwacht und Feuerwehr befreit werden. Auf der Straße nach Gschwend war eine Autofahrerin verunglückt. Sie kam mit ihrem Fahrzeug von der Straße ab, landete im Graben und wurde schwer verletzt im Auto eingeklemmt.

Wie bei allen Verkehrsunfällen, zu denen Feuerwehren und Rettungsdienst gerufen werden, ist die enge Abstimmung und Absprache der Rettungskräfte das A und O für eine schnelle und erfolgreiche Rettungsaktion. In der Nähe von Maria Eck wurde eine Person mit den Beinen unter der Schaufel eines Radladers eingeklemmt und musste befreit werden. Auch mussten Feuerwehr und Wasserrettung unter anderem eine Person aus der Traun retten.

„Ohne Fehler lernt man nicht dazu“

Übungsbeobachter gaben nach Ende der einzelnen Übungen Rückmeldung, was bei den Rettungsaktionen gut gelaufen und welche Fehler man hätte vermeiden können. „Übungen sind nur gut, wenn Fehler gemacht werden“, betonte Kreisbrandinspektor König. „Ohne Fehler lernt man nicht dazu.“

Er freute sich, dass viele junge Führungskräfte mitwirkten, zum Beispiel als Gruppenführer und die an den Unfallstationen wertvolle Erfahrungen sammeln konnten. Froh und erleichtert zeigte sich König, weil der Übungstag unfallfrei verlaufen war.

Perfekte Organisationund Vorbereitung

Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm würdigte die umfangreiche Vorbereitung, die perfekte Organisation der Feuerwehr Eisenärzt und das ehrenamtliche Engagement, für die Freizeit, die alle Mitwirkenden opferten. Teilnehmer des Übungstages waren die Feuerwehren aus Siegsdorf, Hammer, Vogling, Ruhpolding, Vachendorf, Bergen, Grabenstätt und Erlstätt.

Die Wehren aus Petting, Kirchanschöring und Kay übten die Bewarnung der Bevölkerung mit Lautsprecherdurchsagen und der Pumpenzug mit den Feuerwehren Schnaitsee, Trostberg und Emertsham trainierte an der Traun den Einsatz der Hochleistungspumpen, die der Landkreis Traunstein für den Katastrophenschutz und Hochwasser-Einsatzlagen bereithält. Mit geübt haben Einsatzgruppen des Bayerischen Roten Kreuzes, der Bergwacht Traunstein, der Wasserwacht, DLRG und des Malteser Hilfsdienstes.

Vertreter der Bundeswehr wirkten zur Stärkung der zivil-militärischen Zusammenarbeit mit, die im Katastropheneinsatz, zum Beispiel als Folge des Klimawandels, immer mehr an Bedeutung gewinnt. Für täuschend echte Notfallszenarien sorgten die Einheiten für realistische Unfalldarstellung des Roten Kreuzes und der Malteser. Koordiniert wurden die Übungseinsätze von der Führungsstelle Achen in Rottau.

Kommentare