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Unternehmen informiert Gemeinderäte

Adelholzener will weiter wachsen – Was kommt auf Bergen und Siegsdorf zu?

Weiter auf Expansionskurs sind die Adelholzener Alpenquellen mit Sitz im Gemeindegebiet Siegsdorf. Doch auch Bergen soll von zukünftigen Plänen betroffen sein.
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Weiter auf Expansionskurs sind die Adelholzener Alpenquellen mit Sitz im Gemeindegebiet Siegsdorf. Doch auch Bergen soll von zukünftigen Plänen betroffen sein.

Die Adelholzener Alpenquellen wachsen. Eigentlich ein gutes Zeichen für die Gemeinden Bergen und Siegsdorf – oder doch ein zu großer Eingriff in Ort und Natur?

Siegsdorf – Die Adelholzener Alpenquellen möchten in Abstimmung mit der Bevölkerung und den zuständigen Behörden im Landkreis Traunstein ein langfristiges Entwicklungsprojekt auf den Weg bringen, das dem Unternehmen auch in den kommenden Jahrzehnten Planungssicherheit und die Möglichkeit zur nachhaltigen Entwicklung gibt.

Dazu stellte das Unternehmen in einer gemeinsamen nichtöffentlichen Sitzung den Gemeinderatsmitgliedern und Bürgermeistern aus Bergen und Siegsdorf ihr „Zukunftskonzept 2040“ vor.

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Die Geschäftsführung des Brunnenbetriebes betonte dabei ihre Überzeugung, dass die Zukunft des Unternehmens untrennbar mit der Zukunft der Gemeinden Bergen und Siegsdorf verbunden sei und darum deren Meinung vor einer Veröffentlichung des Konzeptes in die Planungen mit einfließen sollte. Miteinander gelte es, alles zu tun, um die gemeinsame Heimat in ihrer Attraktivität, ihrem wirtschaftlichen Erfolg und ihrer gewachsenen sozialen Struktur zu erhalten und nachhaltig weiterzuentwickeln.

Klimaneutralität soll kommen

In diesem Zusammenhang betonte Geschäftsführer Peter Lachenmeir auch, dass alle im Zukunftskonzept enthaltenen Maßnahmen und Planungen dem langfristigen Unternehmensziel unterliegen, den Betrieb bis spätestens 2030 in allen Bereichen komplett klimaneutral zu stellen. Das „Zukunftskonzept 2040“ sieht im ersten Schritt den Neubau von Produktionshallen an der Stelle des jetzigen Parkplatzes sowie die Errichtung eines Mitarbeiterparkhauses vor. Zu diesem Zweck soll auch die Kreisstraße verlegt werden.

Grundvoraussetzung für die zukünftige Entwicklung der Adelholzener Alpenquellen ist aber die turnusmäßige Erneuerung der bestehenden Wasserrechte, die im Jahr 2025 regulär auslaufen würden. Das Unternehmen strebt daher eine Verlängerung der Entnahmerechte im Rahmen der bisher genehmigten Menge an. Die maximale Entnahmemenge wird nicht erhöht. Die dafür notwendigen Genehmigungsanträge, Gutachten und Daten sind ebenfalls in Vorbereitung.

Gemeinsame Stellungnahme

In einer gemeinsamen Stellungnahme äußerten sich die beiden Bürgermeister Thomas Kamm (FW) aus Siegsdorf und Stefan Schneider (Grüne) aus Bergen gegenüber unserer Zeitung zum Thema. Die Gemeinderäte und Bürgermeister von Bergen und Siegsdorf schätzen, dass die Adelholzener Alpenquellen die Planungen in diesem frühen Stadium vorgestellt haben. Sie sehen sehr wohl die Notwendigkeit der vorgestellten langfristigen Ausrichtung und Strategie des Unternehmens und werden diese konstruktiv und kritisch begleiten. Die rechtlichen Voraussetzungen und Umsetzungen der Vorschläge seien jedoch so weitgehend, dass kurzfristig keine endgültige Festlegung erfolgen kann.

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Unumwunden gaben dabei beide Bürgermeister aber auch zu Bedenken, dass dies ein Kraftakt für alle Beteiligten, die Gemeinderäte und insbesondere auch der Gemeindeverwaltungen wird. Nicht zu vergessen, dass die Bürger zeitig und angemessen informiert werden müssen. Die Sicherung von qualifizierten Arbeitsplätzen und vor allem auch die Philosophie der „Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul“ mit ihren stark sozial geprägten Leitlinien und die Sicherung dieser Verpflichtungen für die nächsten Generationen seien unbestritten auch heute sehr wertvoll.

Was hinter dem Plan steckt

Die Adelholzener Alpenquellen sind laut eigener Aussage ein gesundes Unternehmen mit stabilen Wachstumszahlen. Um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und gut sechshundert qualifizierte Arbeitsplätze in der Region langfristig zu sichern und zusätzliche zu schaffen, müssen die Produktionskapazitäten stetig angepasst und optimiert werden. Dies sei jedoch in der jetzigen Form in naher Zukunft nicht mehr möglich, erklärt Geschäftsführer Peter Lachenmeir: „Langsam aber sicher stoßen wir mit dem bestehenden Bebauungsplan auf dem Werksgelände an die Grenzen der Ausbaufähigkeit. Wir haben daher den Gemeinderäten ein Zukunftskonzept für den Ausbau des Standorts unterbreitet, das den Interessen der Gemeinde, der Bürger, des Naturschutzes und des Unternehmens gleichermaßen gerecht wird.“ Als werteorientiertes, verantwortungsbewusstes und sozial engagiertes Unternehmen mit tiefer Verbundenheit zur Region sei es für die Unternehmensleitung wichtig, die Menschen in Bergen und Siegsdorf in die Konzepte und Planungen mit einzubeziehen. Die Vorstellung des „Zukunftskonzepts 2040“ soll daher zugleich der Beginn eines Prozesses sein, an dem sich Bürgerinnen und Bürger aktiv beteiligen können und sollen.

Die Unternehmensleitung rechnet mit einem Abschluss aller Genehmigungsverfahren und einem anschließenden Baubeginn im Jahr 2023.

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