Klage gegen BOS Basisstation

Siegsdorf - Die Regierung von Oberbayern stimmt einer Basisstation für den Digitalfunk zu. Die Gemeinde ist aber dagegen und hat deshalb jetzt eine Klage eingereicht.

Von der Regierung von Oberbayern erhielt die Gemeinde Siegsdorf einen Bescheid, dass dem Bauvorhaben, eine Basisstation für den Digitalfunk der BOS in Bayern zu errichten, zugestimmt wird, obwohl sich die Gemeinde vorab schon gegen dieses Projekt ausgesprochen hatte, weil die Strahlenbelastung nicht eindeutig geklärt werden konnte und städtebauliche Gründe dagegen sprechen. Die damals vorgetragenen Bedenken bleiben weiterhin bestehen. Deshalb erhebt die Gemeinde Siegsdorf nach Beschluss mit 18:2 Stimmen jetzt Klage beim bayerischen Verwaltungsgericht gegen die Regierung von Oberbayern.

Ein Antrag ging bei der Gemeinde ein, an das Landkaufhaus Mayer an der Vachendorfer Straße eine Lagerhalle zu errichten. Für den Anbau erteilte das Landratsamt Traunstein am 6. März 2008 bereits einen Vorbescheid, worin die Maximalgrößen festgelegt wurden. So darf die überbaubare Grundfläche das Maß von 360 Quadratmeter nicht überschreiten. Aufgrund einer Ortsbesichtigung wurde jedoch jetzt eine Fläche für die Lagerhalle von 600 Quadratmeter für genehmigungsfähig gehalten. Die vorliegende Planung für die Baugenehmigung sieht einen L-förmigen Hallenanbau, nord-westlich an das bestehende Landkaufhaus im Ausmaß von 17,40 Meter Länge auf der Westseite und 25,63 Meter Länge auf der Ostseite vor. Die Wandhöhe wird fünf Meter betragen. Dem Antrag wurde einstimmig zugestimmt.

Am kirchlichen Friedhof in Hammer wird die Urnenwand erweitert. Der Friedhofsbereich ist zum großen Teil mit einer Hecke eingefasst. An der südwestlichen Ecke und im weiteren Verlauf der südlichen Grenze des Friedhofes soll nun die Hecke durch die Verlängerung der bestehenden Urnenwand ersetzt werden. Die Mauer wird, je nach vorhandener Geländesituation, eine Höhe bis zu 2,37 Meter erhalten. Geplant ist, dass nach Abschluß der Bauarbeiten insgesamt zusätzlich 32 Urnennischen und zwölf Urnengräber Platz finden. Seitens der Grundstücksnachbarn gibt es keine Bedenken gegen die neue Urnenwand und sie haben dies auch durch ihre Unterschrift bekundet.

wet/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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