UW Siegsdorf hat sich viel vorgenommen

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Siegsdorf - Bei ihrer Frühjahrsversammlung konnte die Unabhängige Wählergemeinschaft von zahlreichen Projekten berichten, mit denen sie sich beschäftigt.

Zahlreiche Interessierte konnte 1. Vorsitzender der UW Siegsdorf Alexander Klammer bei der Frühjahrsversammlung im Gasthof Neue Post in Siegsdorf begrüßen. Klammer fasste in seiner Ansprache zusammen was die UW sich für diese Legislaturperiode vorgenommen hat und welche Ziele davon bereits erreicht wurden. Von der Ausweisung von Gewerbeflächen nördlich der Autobahn, des Baus eines neuen Feuerwehrhauses bis hin zur erfolgreichen Unterstützung der Jugendarbeit wurden die Gemeindethemen beleuchtet. Klammer ging auch auf die Nahwärmeversorgung sowie auf den Bau eines geplanten Gasnetzes in Siegsdorf ein. Die Gasversorgung wird auf Initiative der großen Siegsdorfer Betriebe gebaut, aber auch private Haushalte werden die Möglichkeit haben an der geplanten Trasse anzuschließen.

Ebenso war das Thema Tourismus mit dem erfolgreichem Zusammenschluss mit der Gemeinde Bergen ein Thema. „Sehr viel von unserem Wahlprogramm 2008 habe die UW Siegsdorf umsetzen können“ so der 1. Vorstand, und diesen erfolgreichen Kur wolle man weiter verfolgen Bürgermeister Kamm berichtete über die aktuelle Gemeindepolitik.“Der Mittelschulverband Chiemgau ist der einzige Verbund im südostbayerischen Raum der wächst“ so der 1. Bürgermeister. Dazu tragen die attraktiven Angebote des Schulverbandes bei. Auf Grund des ständigen Wachstums der Schülerzahlen ist ein Erweiterungsbau an der Schule unumgänglich und steht in der Planungsphase. Ebenso ist es notwendig den kirchlichen Kindergarten neu zu bauen. Die Gemeinde hat sich vorausschauend, das dazu notwendige Grundstück gesichert. Der Bau der Kanalisation in Siegsdorf konnte im letzten Jahr vollendet werden, doch nun stehen ersten Sanierungsarbeiten der älteren Teilbereiche an. Die Gemeinde plant für diese Maßnahme 200 bis 300 Tausend pro Jahr aufzuwenden. Die ersten Sanierungsmaßnahmen werden in diesem Jahr an der Jakob-Eder-Straße durchgeführt. Für die Sanierung der Gemeindestraßen werden langfristig ca. 6 Millionen aufzuwenden sein. Diesen Betrag könne die Gemeinde aber nicht alleine schultern so dass bei einigen Sanierungsmaßnahmen die Straßenausbausatzung zum greifen kommt.

Ein großes künftiges Thema wird die Sanierung des Ortskernes sein. Es müsse versucht werden den Durchgangsverkehr und den Schwerlastverkehr aus der Ortsmitte heraus zu bekommen. Man wolle in die Planungen die Bürger mit einbinden und einen Arbeitskreis im Sinne einer Bürgerbeteiligung gründen. Derzeit wird auch über eine bessere Erschließung von Gerhartsreit nachgedacht da die es immer wieder Problem mit der Unterführung in der Friedenstraße gibt, in der die LKW’s und Busse oft aufgrund der Enge und Höhe nicht mehr durchfahren können.

Auch auf das Projekt „Aventura“ ging Bürgermeiste Kamm ein. Die Gemeinde und auch die UW Siegsdorf haben hier sehr große Bedenken. „Es wird nachhaltig unsere Gastronomie und unseren Einzelhandel benachteiligen In der Anschließenden Diskussionsrunde regte Herr Petermüller eine 30 km Beschränkung der Neumayerstraße an, da sich dort viele Familien mit kleinen Kindern angesiedelt haben. Eine weitere Frage von Herrn Helminger ging in dieselbe Richtung nach der Ausbauplanung des Neubaugebietes Höpflinger Feld. Herr Rübel kritisiert, dass man sich mit dem Gas eine Chance für regenerative Energien nimmt. Bürgermeister Kamm entgegnete, dass Gas eine preiswerte Energiealternative für unsere Industriebetriebe um wettbewerbsfähig zu bleiben. Auf die Frage wie man den Leerstand der Läden im Ortszentrum entgegenwirken möchte entgegnete Kamm das intensiv mit dem Gewerbeverband nach Lösungen diskutiert werden. Ein wesentlicher Punkt einer Verbesserung der Situation wird von der zukünftigen Verkehrsführung und Ortskernsanierung abhängen Dr. Lothar Seissiger berichtet über aktuelle Themen der Kreistagspolitik. Er äußerte den Wunsch dass Siegsdorf in Zukunft im Kreistag stärker vertreten ist.

Insbesondere liegt ihm die Wahl unseres Bürgermeisters Thomas Kamm in den Kreistag am Herzen. Im Landkreis war es vor allem der Verdienst der FW, dass die Kreisumlage nicht über 55 Punkte gestiegen ist. Auch der Beginn des Schuldenabbaus war und ist der UW/FW ein Anliegen. Wenn alle Verbindlichkeiten des Landkreises gerechnet werden liegt die Verschuldung bei knapp 90 Millionen Euro. Deswegen ist der Schuldenabbau ein vordringliches Interesse der Freien Wähler. In der letzten Zeit bekommt die UW/FW für den Vorschlag der Kostenfortschreibung immer mehr Zustimmung. Dann könne es nicht mehr passieren, dass die Differenz zwischen Kostenschätzung und Endabrechnung mehr als 100% beträgt.

Was im Augenblick am meisten finanzielle Sorgen bereitet sind die enormen Auflagen beim Brandschutz, der jede öffentliche Investition wesentlich teurer macht. Unsere Kreisstraßen brauchen dringend die Sanierung. Leider bleiben uns wegen der anderen Pflichtaufgaben im Jahr 2013 nur 500.000 Euro. Andernteils plant der Landrat eine Baumaßnahme in Baulastträgerschaft des Landkreises, die Salzachbrücke bei Fridolfing, die uns viel Geld kosten wird und für die wir nach unserer Meinung als Baulastträger nicht zuständig sind.

Bei der finanziellen Ausstattung des ländlichen Raumes werden wir in Südostbayern massiv benachteiligt. Dies zu ändern ist einer der Gründe warum Dr. Seissiger als Direktkandidat der Freien Wähler im Landkreis Traunstein ins Rennen geschickt wurde. Auf der Bezirksliste bekam er den aussichtsreichen Platz sieben. Themen wie Landwirtschaft, Tourismus, Bildung hausärztliche Versorgung Infrastruktur und kommunale Finanzen will er, falls unsere Bürger ihm das Vertrauen schenken, in München aktiv mitgestalten.

Pressemeldung Unabhängige Wählergemeinschaft Siegsdorf

Quelle: chiemgau24.de

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