Landkreis will in der Gastronomie verstärkt auf Qualität setzen

Mit Service im Rückstand

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Traunstein - Der Landkreis Traunstein - und damit insbesondere der Tourismusverband Chiemgau - will verstärkt auf Qualität in der Gastronomie setzen.

"Wir werden uns intensiv mit den Beherbergungsbetrieben und mit der Ausbildung in der Gastronomie auseinandersetzten", sagte Landrat Hermann Steinmaßl in der ersten Kreisausschusssitzung nach der Sommerpause.

Die Diskussion im Gremium angestoßen hat Waltraud Wiesholer-Niederlöhner (SPD) im Zuge der Kostenbeteiligung des Landkreises Traunstein an der Berufsinformationsmesse (BIM) Salzburg. Der Landkreis Traunstein beteiligt sich seit 2004 als Kooperationspartner neben dem Berchtesgadener Land, der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) sowie der EuRegio Salzburg mit jährlich 7000 Euro an der BIM. Derselbe Betrag soll nach dem Willen des Kreisausschusses auch für den Zeitraum 2012 bis 2014 wieder bereitgestellt werden.

Wiesoler-Niederlöhner sagte, dass die BIM zweifelsohne eine sinnvolle Einrichtung sei, die jedoch gleichzeitig kritisch hinterfragt werden müsse. Damit wollte die Kreisrätin ausdrücken, dass die Messe auch den bayerischen Auszubildenden die Möglichkeit biete, in Österreich eine gute gastronomische Ausbildung zu genießen - in der Hoffnung, dass dadurch wieder Gutes zurückkomme. Im Vergleich zu Deutschland habe die touristische Ausbildung bei den österreichischen Nachbarn wesentlich mehr Gewicht. Auch die Bezahlung sei dort besser, was darauf zurückzuführen sei, dass viele gute Kräfte abwandern, so Wiesholer-Niederlöhner. Deshalb sollte sich man sich als Tourismusregion über eine bessere Ausbildung gerade im Service-Bereich Gedanken machen. Wiesholer-Niederlöhner: "Der Tourismus lebt vom Service und da hinken wir noch nach." Josef Hohlweger (Grüne) setzte sich für die bayerischen Betriebe ein und stellte fest: "Die Österreicher verkaufen sich eloquenter und besser, aber auch nicht alles ist gut."

Einstimmig beschloss der Auschuss, dem Landkreis Rosenheim für die Hagelabwehr über dem Gebiet des Landkreises Traunstein in der vergangenen Saison 7586 Euro zu erstatten. In der Abrechnung des Landratsamtes Rosenheim sind für den Landkreis Traunstein 403 Flugminuten mit einem Verbrauch von 68 Liter Silberjod nachgewiesen. Im Jahr zuvor waren es noch über 760 Flugminuten mit 132 Liter gewesen. Die Flugstunde wurde wie in den Vorjahren mit 562,42 Euro verrechnet. Des Weiteren hat sich der Kreisausschuss dafür ausgesprochen, die Talentförderung des Skiverbandes Chiemgau auch im Jahr 2011 mit rund 6000 Euro zu unterstützen.

ga/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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