Senioren-SPD gegen Schießplatzbau!

Traunstein - Der Arbeitskreis Senioren der Traunsteiner SPD ist strikt gegen den Bau eines Schießplatzes in Trenkmoos. Auch andere Themen wurden besprochen:

Aktuelle Stadtpolitik war das Thema beim Treffen des Arbeitskreises Senioren der Traunsteiner SPD unter Leitung von Hilde Dierl im Café Intreff. Bei diesen monatlichen Treffen werde traditionell über Bundes, Landes- oder Kommunalpolitik diskutiert, sagte die Vorsitzende. Diesmal kamen viele örtliche Themen zur Sprache.

Herbert Klein sprach die Befürchtung aus, dass die Tre-Aktiv GmbH letztlich damit Erfolg haben könnte, auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände in Trenkmoos einen Schießplatz zu errichten. Als Surberger Gemeinderat mache er sich Sorgen, wenn dort mit großkalibrigen Waffen auf Langbahnen von 300 Meter geschossen werden solle, schon wegen der Lärmentwicklung für die Anlieger, die bereits durch die Nordumfahrung und das Tierheim belastet seien. Außerdem werde ein gewerblicher Betrieb der Anlage viele auswärtige Gruppen von weit her anziehen, die einen solchen Schießplatz nicht vor der Haustür hätten. Abgesehen von der Belastung der Zufahrtsstraße, die darauf nicht ausgelegt sei, wisse man auch nicht, wer da alles kommen würde.

Die Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Ingrid Bödeker, berichtete, dass die Tre-Aktiv seit 2005 schon mehrere Anträge gestellt habe, mit unterschiedlichen Begründungen, die bisher im Bauausschuss und Im Stadtrat immer abgelehnt worden seien. Offenbar gehe es jetzt um die immissionsschutzrechtliche Prüfung, sowie um die Privilegierung für den Schießbetrieb, die das Landratsamt vornimmt. Die heimischen Jäger hätten jedenfalls in Langmoos und im Bürgerwald ausreichend Gelegenheit zu schießen, sogar auf den laufenden Keiler, und auch die Traunsteiner Schützenvereine hätten nach eigenen Angaben kein Interesse an einer solchen Anlage..

Die SPD-Fraktion habe sich immer gegen diesen Schießplatz ausgesprochen und tue dies auch weiterhin.

Auf Anfrage von Sepp Huber ging Ingrid Bödeker auf die städtebauliche Entwicklungsmöglichkeit durch die Bebauung des Triftstadions ein. Mit fast 100 Wohneinheiten schafft die Stadt neuen Wohnraum in zentraler Lage. Es sei dort auch ein eigenes Wohnprojekt für Senioren geplant, so die Stadträtin. Gerade dieses innerstädtische neue Wohngebiet erhöht die Attraktivität von Traunstein auch für Neubürger, sagte Bödeker. Ein landschaftlich schön gelegenes Neubaugebiet werde demnächst nahe der Haslacher Schule an der Kampenwandstraße im Einheimischenmodell entstehen, das auch für junge Familien von großem Interesse sein werde.

Ernst Holl fragte nach der Fußgängerüberführung über die Salzburger Straße beim neuen Kreisverkehr. Waltraud Wiesholer-Niederlöhner erinnerte daran, dass die SPD-Fraktion sich schon länger zusammen mit der heimischen Bundestagsabgeordneten Bärbel Kofler für den Bau und die Finanzierung durch den Bund eingesetzt habe. Der Verkehr werde sich auf jeden Fall vermehren, außerdem wird die Straße breiter. Ein sicherer Überweg sei daher dort absolut notwendig, auch für die Fußgänger, die von Hallabruck her in die Stadt gehen wollen.

Sie hoffe, dass noch eine einvernehmliche Lösung mit den Nachbarn wegen der notwendigen Fläche erreicht werden könne.

Pressemitteilung Arbeitskreis Senioren der Traunsteiner SPD

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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