Schwertransport bringt Sortiergreifer

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Hier rollt das Abriss-Ungetüm.

Traunstein - 28 Meter ist der Ausleger lang und liefert ein gigantisches Abriss-Ungetüm. Abgeliefert wurde er auf dem alten Bundeswehrgelände zum Abriss der alten Kaserne.

Nachdem in einem Gebäude der ehemaligen Bundeswehr-Standortverwaltung ein Kilogramm Sprengstoff gefunden wurde (wir berichteten), hat die Durchsuchung des Gebäudes mit einem Sprengstoffhund der Polizei ja inzwischen "Entwarnung" gebracht. Es wurde kein weiteres explosives Material gefunden.

Ab heute wird nun mit dem Abriss der Gebäude begonnen. Am Mittwochnachmittag rückte dazu ein Schwertransport aus München an, der nach knapp drei Stunden Fahrzeit mit seiner "Polizei-Eskorte" sicher auf dem Kasernengelände ankam.

Schwertransport bringt Sortiergreifer

Die Ladung auf dem Elf-Achser, der in der vergangenen Woche auch den Brückenbohrer von der Baustelle der Nord-Ost-Umfahrung abgeholt hatte, und es auf stattliche 74 Tonnen Gesamtgewicht brachte, war ein Sortiergreifer mit dessen 28 Meter langen Ausleger die bis zu 14 Meter hohen Gebäude innerhalb der nächsten zwei Wochen abgerissen werden sollen.

250 Euro sind für das imposante Baggergerät in der Stunde fällig, 4500 Euro kostet alleine der Hin- und Rücktransport des bis zu 500 Liter Diesel schluckenden Longfrontbaggers der Firma Kiesel aus Baienfurt mit der Bezeichnung "ZAXIS 460 LCH".

Für den Baggerfahrer Gerd Maag ist der Auftrag in Traunstein Routine: "Wenn es das nach 22 Jahren Arbeit mit solchen Geräten nicht wäre, dann müsste ich was anderes machen", so der Fahrer und Lenker des Mobilbrechers, der am Donnerstag noch die Betonschere geliefert bekommt, bevor er dann die Gebäude "auseinandernehmen" wird.

"In 14 Tagen wird hoffentlich alles fertig sein, dann wird das Gelände befüllt und Anfang Mai wollen wir mit den Bauarbeiten beginnen" sagt Investor Herbert Röde, der - das entsprechend gute Wetter vorausgesetzt - hofft, dass die geplanten Gebäude (Haustechnikgroßhandel, Einzelhandelsgeschäfte sowie eine Bäckerei-Filiale) auf dem Grundstück bis zum Jahresende stehen und natürlich froh ist, dass der Sprengstoff-Fund keine zeitlichen Verzögerungen in dem Großprojekt gebracht hat.

wz

Quelle: chiemgau24.de

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