Schweizer Garde zu Besuch in Traunstein

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Die 38 Schweizer Gardisten zeigten sich bei ihrem Besuch in Traunstein von der Kirche in St. Oswald sehr angetan.

Traunstein - Die Schweizer Garde ist Mittwochnachmittag nach Traunstein gekommen. Die Bewacher des Papster wollen die Heimat von Benedikt XVI besser kennen lernen.

Eine Gruppe der päpstlichen Schweizergarde kam am Mittwochnachmittag auf ihrer Reise durch Oberbayern nach Traunstein. Nach Regensburg, Altötting und Marktl besuchten die Gardisten mit Traunstein eine weitere herausragende Station im Leben Papst Benedikts XVI.

Traunsteins Oberbürgermeister Manfred Kösterke und Stadtpfarrer Sebastian Heindl begrüßte die 38 Mann starke Reisegruppe, von denen noch zwei weitere Gruppen bis zum Mittwoch zu den genannten Stationen unterwegs sind an der Stadtkirche am Traunsteiner Stadtplatz. Ihre farbenprächtigen Grangalauniformen mit den charaktaristischen blanken Helmen und ihren Brustpanzern, die sie nur innerhalb der Grenzen des Vatikanstaates tragen dürfen, haben sie allerdings zu Hause gelassen – bei 35 Grad wäre das Tragen der Samtuniformen auch eine Tortour gewesen. Alle 38 Gardisten kamen in einheitlichen orangefarbenen T-Shirts.

Der Stadtpfarrer begrüßte die vom Ettendorfer Kircherl kommende Gruppe mit den Worten: "Das ist ein einzigartiger Besuch. Hier erfahren sie heute was ihren Dienstherren mit der Stadt verbindet, in der er aufgewachsen ist."

Der Oberbürgermeister empfing die Reisegruppe mit den Worten: "Wenn sie die Stadt kennen, verstehen sie besser, wie es Papst Benedikt geht und wie es ihm ums Herz ist, wenn er an Traunstein denkt." Er überreichte Kommandant Daniel Anrig eine Erinnerung an den Georgiritt. Der Kommandant übergab ihm - in Anlehnung an die Kostüme, die die Mitwirkenden des Schwertertanz tragen - eine Medaille mit dem Satz: "Wir marschieren nicht in Kostümen sondern in Uniformen."

Anschließend ging die Gruppe in die Kirche, in der sie sich vom Studienkollegen Papst Benedikts, Rupert Berger, die Kirche erklären liesen, die Heindl als "geistlichen Festsaal Traunsteins" bezeichnete.

Abends ging das Programm dann im Studienseminar St. Michael noch weiter, in der die Wachsoldaten des Pontifex dann bewirtet wurden. Nach einem Fußballspiel konnte sich die Gruppe dann über Nacht in Maria Eck ausruhen bevor es dann am Donnerstag nach Freising weitergeht.

Die Garde selbst wies in einer Erklärung darauf hin, das man auf der Reise den Papst besser kennenlernen, seine Heimat erkunden wolle um sich auch persönlich und spirituell weiterbilden wolle.

Das offizielle "Geburtsdatum" der Päpstlichen Schweizergarde "Guardia Svizzera Pontificia" (Wahlspruch: "Immer tapfer und treu") geht auf den 22. Januar 1506 zurück an dem eine Gruppe von 150 Schweizern in den Vatikan einzog wobei bereits rund 20 Jahre vorher schweizer Söldner angeworben wurden. Die heutigen Gardisten müssen katholische, sportliche schweizer Männer im Alter von 17 bis 30 Jahren sein. Die Sollstärke der militärischen Schutztruppe liegt derzeit bei 110 Mann. Zusammen mit einer 140 Mann starken zivilen Polizei ist sie für die Sicherheit des Vatikanstaates verantwortlich.

wz

Quelle: chiemgau24.de

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