Schüler produzieren faire Fußbälle

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Von links nach rechts: Elisabeth Groß, Rachel Fairley und Michael Kaltenecker.

Traunstein - Schüler des Chiemgau-Gymnasiums konnten im Rahmen eines Planspiels lernen, wie man ein Unternehmen führt.

Wie führt man ein großes mittelständisches Unternehmen? Wie reagiert der Markt auf Entscheidungen der Unternehmensführung? Mit diesen Fragen befassen sich derzeit Elisabeth Groß, Rachel Fairley und Michael Kaltenecker aus der Q11 des Chiemgau-Gymnasiums Traunstein im Rahmen des Planspiels „Play the Market 2012“. Gemeinsam haben sie die Führung des virtuellen Fußballproduzenten „mirastel“ übernommen, um das Unternehmen mit aktuell 690 Mitarbeitern und 13 Fertigungsanlagen in eine sichere Zukunft zu führen. Ein verlässlicher Zuliefererstamm, hochqualifizierte Mitarbeiter und ressourcenschonende Produktionsmethoden sind wesentliche Teile des Erfolgsrezepts der Jungunternehmer. Nachhaltig, ökologisch und in Deutschland wird der neu auf den Markt gebrachte Fußball namens „Öko Torwartjäger“ hergestellt. „Bis zur EM 2012 in Polen und der Ukraine wollen wir uns an die Marktspitze setzen“, sagt Rachel Fairley. „Unser Ball ist sehr hochwertig und wird in Deutschland, und damit frei von Kinderarbeit produziert, was in diesem Bereich wahrlich eines Seltenheit ist“, hebt Michael Kaltenecker hervor.

Bereits zum 20. Mal laden das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. und SCHULEWIRTSCHAFT Bayern Schülerinnen und Schüler von bayerischen Gymnasien, Fachoberschulen und Berufsoberschulen zu „Play the Market“ ein. Im diesjährigen Planspiel führen die Spielergruppen ein Unternehmen, das Fußbälle produziert. Dabei treten bayernweit 542 Teams mit insgesamt 1.600 Schülerinnen und Schülern an. Mit dem Wirtschaftsplanspiel soll die ökonomische Bildung junger Menschen gestärkt und ihnen die komplexe Welt der Wirtschaft näher gebracht werden. „Play the Market“ wird vom Bayerischen Wirtschaftsministerium, der FOM – Hochschule für Ökonomie & Management und der AOK Bayern gefördert.

Jede der sechs Wochen des Planspiels stellt symbolisch ein Jahr dar, für das Entscheidungen bezüglich Personal, Produktion, Finanzen und Marketing getroffen werden müssen. Jeweils zum Ende einer Periode werden die Spieler durch eine Ergebnisübersicht über das vergangene Geschäftsjahr informiert, auf deren Grundlage sie Überlegungen für das darauffolgende Jahr anstellen. Das Konsumverhalten der Kunden beruht auf einer Software, die von bayrischen Wirtschaftsstudenten entwickelt wurde. Hierbei wird Wert auf Umweltverträglichkeit und soziale Aspekte, letztlich aber auch auf den Preis gelegt.

Die 40 besten Teams dürfen im Juni um die Qualifizierung zum Finale kämpfen. Als erster Preis winkt dort eine Sprachreise in die Wirtschaftsmetropole New York. „Unsere Erwartungen liegen hoch“, stellt Elisabeth Groß selbstbewusst klar, „und natürlich wollen wir ins Halbfinale!“

Gnad

Quelle: chiemgau24.de

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