Schüler aus China staunen über Traunstein

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Traunstein - Mit einem herzlichen „Nihau“ – dem chinesischen Wort für „Guten Tag“ – begrüßte Oberbürgermeister Manfred Kösterke am Dienstag 24 Jugendliche aus China zu einem Empfang im „Alten Saal“.

Über den Schüleraustausch mit dem Annette-Kolb-Gymnasium besucht die Gruppe aus der Provinz Xihu eine Woche lang den Landkreis Traunstein, der seit fünf Jahren mit der Heimatregion der Schüler eine Partnerschaft unterhält. Betreut wird der Schüleraustausch von den Lehrern Reinhard Thußbas und Hui Xie, die am Annette-Kolb-Gymnasium eine Klasse in Chinesisch als Fremdsprache unterrichtet. „Ab dem nächsten Schuljahr können unsere Schüler Chinesisch sogar als Pflichtfach belegen und darin Abitur schreiben“, freute sich Frau Xie über das zunehmende Interesse der deutschen Schüler an der chinesischen Sprache und Kultur.

Umgekehrt zeigten sich auch die Besucher aus China sehr wissbegierig und wollten im Gespräch mit dem Oberbürgermeister alles über die Geschichte und die Bedeutung der Stadt Traunstein erfahren. Auf Englisch beantwortete Kösterke die Fragen der Jugendlichen und berichtete ihnen über den Salzhandel, über Papst Benedikt XVI. und über die Bedeutung der Großen Kreisstadt als Zentrum von Handel, Dienstleistungen und Behörden. Als kleines Dankeschön überreichten die Schüler dem Oberbürgermeister, der sich fast zwei Stunden Zeit für den Empfang genommen hatte, eine Seidenmalerei und einen Film über ihre Heimatstadt Hangzhou.

Ein wenig erstaunt waren die Schüler, dass in Traunstein „nur“ rund 20.000 Menschen leben. „Hangzhou hat 6 Millionen Einwohner und ist für chinesische Verhältnisse eigentlich eine Kleinstadt“, meinte eine Schülerin. Wie die Jugendlichen sagten, genießen sie im Chiemgau vor allem die gute Luft und die natürliche Landschaft, die sie von zu Hause nicht kennen.

Das Ausflugsprogramm führt die Jugendlichen in den nächsten Tagen unter anderem nach München, Berchtesgaden und auf die Herreninsel. Nicht fehlen durfte im Anschluss an den Empfang im Rathaus ein Stadt- und Kulturspaziergang durch Traunstein. Untergebracht sind die Schüler in Familien mit gleichaltrigen Jugendlichen. „Unsere Gäste sollen nicht nur Land und Leute kennenlernen, sondern vor allem auch Freundschaften schließen, damit der Schüleraustausch einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten kann“, sagte Lehrer Reinhard Thußbas. Nächstes Schuljahr wird er mit einer Schülergruppe des Annette-Kolb-Gymnasiums zum Gegenbesuch ins „Reich der Mitte“ fliegen.

Pressemitteilung Stadt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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